Impfplan für Rheinland-Pfalz: Astrazeneca-Impfung beginnt

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Foto: dpa

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler haben über den Impfplan informiert. Auch unter 65-Jährige sollen nun verstärkt...

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MAINZ. Nach den Ergebnissen des Impfstoff-Gipfels vom Montag und der Zulassung eines dritten Impfstoffes am vergangenen Freitag haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler über den Impfplan für Februar in Rheinland-Pfalz informiert.

Rheinland-Pfalz will ab Mitte Februar wieder neue Termine für Corona-Erstimpfungen vergeben. Dreyer und Bätzing-Lichtenthäler (beide SPD) gaben am Mittwoch in Mainz bekannt, dass dann zunächst die bereits im Januar vergebenen und wegen der Lieferengpässe verschobenen Termine nachgeholt werden sollen. Zugleich beginnen Impfungen mit dem lediglich für unter 65-Jährige zugelassenen Impfstoff von Astrazeneca bei Beschäftigten aus Gesundheitsberufen der höchsten Prioritätsgruppe. Auch alle Zeitimpfungen im Land seien "umfangreich gesichert", versprach Dreyer.

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Fortschritte vermeldete die Landesregierung bei der Impfkampagne in den von Covid-19-Ausbrüchen besonders gefährdeten Alten- und Pflegeheimen. "In dieser Woche können wir alle Erstimpfungen in den Pflegeeinrichtungen abschließen", kündigte Bätzing-Lichtenthäler an. In den von Impfteams besuchten Heimen hätten sich durchschnittlich 80 Prozent der Bewohner und 70 Prozent des Personals impfen lassen. Ihren Worten zufolge sollen die Vorort-Besuche auch künftig fortgesetzt werden.

Über 80-Jährige, die nicht in einem Heim leben und bislang noch keinen Termin erhalten haben, bekommen aufgrund der geringeren Liefermengen und des zeitweiligen Terminvergabe-Stopps frühestens ab Anfang März eine Impfung. Derzeit sind im Terminpool des Landes noch über 100.000 Seniorinnen und Senioren für eine Impfung vorgemerkt. Sie sollen nach den neuen Plänen des Landes bis Anfang April eine Erstimpfung erhalten.

Aktuell haben in Rheinland-Pfalz rund 142.000 Menschen eine Erstimpfung erhalten. Bis Ende Februar soll die Anzahl auf 200.000 steigen. Momentan liegt das Land bundesweit noch auf Spitzenplatz, weil im Vertrauen auf regelmäßige Lieferungen weniger Vorräte als anderenorts angelegt worden waren. "Impfstoff im Kühlschrank war nie unsere Strategie", verteidigte Dreyer diese Strategie gegen Angriffe der CDU-Opposition.

Die Aufzeichnung der Pressekonferenz:

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Von red/epd