Mehrere Krankenhäuser verhängen Besuchsverbote

aus Coronavirus-Pandemie

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Auch im St. Marienwörth in Bad Kreuznach sind Patientenbesuche vorerst wieder untersagt. Archivfoto: Rüdiger Lutterbach

Angesichts der Corona-Fallzahlen gilt ab Montag ein Besuchsverbot an verschiedenen rheinland-pfälzischen Kliniken. Auch an der Mainzer Unimedizin sollen die Besuchsregeln...

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RHEINLAND-PFALZ. Zum Schutz der Patienten und der Mitarbeitenden haben die beiden Bad Kreuznacher Krankenhäuser St. Marienwörth und das Diakonie Krankenhaus der Stiftung Kreuznacher Diakonie ab Montag, den 26. Oktober, wieder ein generelles Besuchsverbot verhängt. „In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen haben wir uns im Covid-19-Netzwerk Rheinhessen-Nahe, dem neben unseren Häusern auch die Uniklinik Mainz und zehn weitere Kliniken der Region angehören, zu diesem Schritt entschlossen“, erklärt Dr. Matthias Bussmann, Medizinischer Vorstand des Krankenhauses St. Marienwörth, am Donnerstag in einer Presseerklärung Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin des Diakonie Krankenhauses, betont: „Die Krankenhäuser unserer Region arbeiten hier eng zusammen. Das Besuchsverbot ist notwendig, um eine optimale Patientenversorgung zu sichern und die Menschen, die bei uns arbeiten oder genesen, zu schützen.“

Ausnahmeregelungen sind in Absprache mit den Leitungsteams der Stationen, also mit den pflegerisch und medizinisch Verantwortlichen, zu treffen. Dazu gehören zum Beispiel Besuche bei palliativ betreuten Patienten.

Weitere Vorbereitungsmaßnahmen für die Behandlung von Corona-Patienten sind längst getroffen. Bereits zu Beginn der Pandemie haben beide Häuser die Kapazitäten der Isolierstationen und der Beatmungsplätze auf den Intensivstationen erhöht. Alle erforderlichen Hygienemaßnahmen werden kontinuierlich durchgeführt und man ist in engem Austausch mit allen behördlichen Stellen zum weiteren Vorgehen.

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Mainzer Uniklinik erarbeitet Regelung

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und -Erkrankungen werden an der Universitätsmedizin Mainz derzeit neue Besuchsregelungen erarbeitet. Nachdem von März bis in den Sommer ein absolutes Besuchsverbot gegolten hatte, ist momentan ein Besucher am Tag pro Patient am Nachmittag erlaubt.

Die Unimedizin will sich zu den neuen Regelungen noch nicht äußern, da diese noch in der internen Abstimmung seien. Wie unsere Zeitung aber aus dem Umfeld des Klinikums erfuhr, soll auch an der UM wieder ein Besuchsverbot erlassen werden - und das bereits ab Samstag. Auch Ausnahmeregelungen soll es wie beim ersten Lockdown wieder geben. Damals galt sie unter anderem für die Palliativstation und die Kinderklinik.

Die strengen Regeln sollen die Patienten wie auch das Personal vor Infektionen schützen, um das Klinikum auf all seinen Stationen und in allen anderen Einrichtungen betriebsfähig zu halten.

Von red/ber