Schlag gegen mutmaßliche IS-Finanzierer

Neben Beamten des LKA waren auch Polizisten mehrerer Polizeipräsidien im Einsatz. Symbolfoto: dpa

Das Landeskriminalamt ist in einem koordinierten Einsatz an mehreren Orten in Rheinland-Pfalz gegen Terror-Unterstützer vorgegangen. Gegen acht Personen wird ermittelt.

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MAINZ. Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz hat am Dienstagmorgen insgesamt sieben Wohnungen und Häuser von mutmaßlichen Unterstützern des sogenannten "Islamischen Staates" durchsucht. Das teilte das Landeskriminalamt mit. Bei den Einsätzen in Ludwigshafen, Kaiserslautern, Trier und Germersheim konnten die Ermittler zahlreiche Beweismittel, darunter digitale Asservate, wie Handys, und auch geringen Mengen Haschisch sicherstellen.

Gegen insgesamt acht Beschuldigte - sieben Männer und eine Frau - im Alter von 22 bis 58 Jahren besteht der Verdacht, dass sie zwischen 2016 und 2017 Bargeld über Geldtransferdienstleister an "Finanzagenten" des sogenannten "Islamischen Staates" im Ausland überwiesen haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Gelder zur Finanzierung des bewaffneten Kampfes der terroristischen Vereinigung "Islamischer Staat" im Rahmen des syrischen und irakischen Bürgerkrieges dienten.

Bereits seit Monaten laufen Ermittlungen

"Das ist ein weltweites Phänomen", sagte der Koblenzer Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer. Die mutmaßlichen Einzelzahlungen seien niedrig gewesen - aber in der globalen Gesamtsumme komme viel zusammen. Den Durchsuchungsmaßnahmen gingen mehrmonatige intensive Ermittlungen voraus. Festgenommen wurde vorerst niemand.

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Den Einsatz führte das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz im Auftrag der Landeszentralstelle zur Bekämpfung von Terrorismus und Extremismus bei der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz. Dabei wurde das LKA unterstützt von Beamten der Polizeipräsidien Rheinpfalz, Westpfalz und Trier.

Von red und dpa