Neues von Carlos, Folge 8: Fahrgemeinschaften

aus Im Auto Mobil

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Wenn es bei Fahrpräsentationen auf die Rennstrecke geht, bestehen die Hersteller nicht auf Fahrgemeinschaften. Eine Tour auf öffentlichen Straßen mit denselben Autos kann in diesen aber zur schweißtreibenden Angelegenheit werden. Foto: Keldenich

Die Verwandtschaft kann sich bekanntlich keiner von uns aussuchen, Kollegen aber auch nicht. Das ist speziell dann ein Problem, wenn einem der "Kollege" als Fahrer...

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. Bei der Fahrpräsentation eines neuen Autos gibt es - auch aus Kostengründen - in der Regel weniger verfügbare Fahrzeuge als Motorjournalisten eingeladen sind. Folglich müssen "Fahrgemeinschaften" gebildet werden. Um nun vor unliebsamen Überraschungen gefeit zu sein, klärt man am besten schon im Vorfeld ab, wer aus dem eigenen "Bekanntenkreis" an dem Termin noch teilnimmt, und spricht sich rechtzeitig ab. Dann ist man auf der sicheren Seite - und das ist durchaus wörtlich zu nehmen.

Je schneller, desto unentspannter

Grundsätzlich gilt: So schneller das Auto, so unentspannter der Beifahrer. Auch dann, wenn man selbst hinter dem Lenkrad sitzt. Da ist es legitim, bei der Neuvorstellung eines Porsche 911 auch einmal zu sagen: "Den würde ich heute ausnahmsweise einmal gern ohne Nebenmann fahren."

Angstschweiß im Fiat 500

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Bei dem einen oder anderen Möchtegern-Schumi der Szene, der stets den Grenzbereich seines Fahrzeugs ausloten möchte, kann einem aber auch schon die Fahrt im Fiat 500 den Angstschweiß auf die Stirn treten lassen. Irgendwann kennt man allerdings die Kandidaten und geht ihnen - wenn es zur Fahrzeugverteilung kommt - im ureigensten Interesse aus dem Weg. Prinzipiell gilt: Fahre nie in der Gegenrichtung der vorgeschlagenen Teststrecke - es könnte dir ein Kollege entgegen kommen!

Fehlbesetzung als Beifahrer

Nicht viel besser allerdings sind diejenigen, die - wenn es sich anbietet - gerne schon mal selbst auf die Tube drücken und das Fahrzeug dabei durchaus beherrschen, als Beifahrer jedoch eine glatte Fehlbesetzung sind. Die Ansage: "Kannst du vielleicht ein bisschen Rücksicht nehmen, mir wird so leicht schlecht in den engen Kurven" geht dann überhaupt nicht.

Der Führerschein wird überschätzt

Dann schon lieber einer von der Sorte, die sich am liebsten gar nicht selbst hinters Steuer setzen und einfach nur chauffieren lassen möchten. So wie jene ältere Kollegin, die seit vielen Jahren in der Motorjournalisten-Branche tätig ist, aber selbst überhaupt keinen Führerschein besitzt. Kein Scherz, auch das gibt es.

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Mit den "lieben Kollegen" kann man eben so einiges erleben - aber das ist schon wieder eine ganz andere Geschichte…

(Seit 25 Jahren berichtet der Autor über Neuheiten der Autobranche. Über seine Erlebnisse bloggt er hier künftig alle zwei Wochen unter dem Pseudonym Carlos.)