Adler: Aufatmen nach Express-Einzug

Adler-Headcoach Pavel Gross bedankt sich bei Goalie Dennis Endras nach dem Halbfinal-Einzug. Foto: dpa

Die Mannheimer Adler zollen ihrem Viertelfinal-Gegner Nürnberg Respekt nach dessen Leistung im Playoff-Viertelfinale. Die anderen Serien gehen derweil am Freitag weiter.

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MANNHEIM. Neun freie Tage haben sich die Mannheimer Adler durch ihren Express-Einzug ins Playoff-Halbfinale der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) erspielt. Somit kann sich die Mannschaft von Cheftrainer Pavel Gross in aller Ruhe auf den kommenden Gegner vorbereiten.

Wer das allerdings sein wird, steht noch nicht fest. Die drei anderen Serien laufen noch. Für die Adler sind Köln, Ingolstadt, Düsseldorf oder Berlin mögliche Widersacher.

Die Kurpfälzer haben damit ihre Favoritenrolle eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der Hauptrunden-Gewinner bezwang am Sonntag im fünften Viertelfinalspiel die Nürnberg Ice Tigers mit 7:4 (2:2, 2:1, 3:1) und entschied die Serie mit 4:1 für sich. Meister EHC Red Bull München verlor dagegen gegen die Eisbären Berlin 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) und liegt nur noch mit 3:2 vorn. Der Deutsche Meister 2016, 2017 und 2018 wackelt. Auch die anderen Serien gehen ins sechste Duell: Die Augsburger Panther benötigen nach dem 4:3 (0:1, 1:2, 2:0) nach Verlängerung gegen die Düsseldorfer EG beim Stand von 3:2 nur noch einen Erfolg. Die Kölner Haie verkürzten durch ein 4:2 (1:1, 1:1, 2:0) gegen den ERC Ingolstadt ihrerseits auf 2:3.

Für den noch fehlenden vierten Erfolg in Mannheim sorgten in einem spektakulären Spiel die Adler-Profis Garrett Festerling (12.), Ben Smith (20.), Chad Kolarik (30.), Markus Eisenschmid (39.), David Wolf (43.), Denis Reul (47.) und Mark Katic (59.).

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Die Adler zollten dem Vorrunden-Zehnten Nürnberg am Ende der Serie Respekt: „Sie waren ein starker Gegner. Wären die Ice Tigers schon in den ersten Partien so aufgetreten wie zuletzt, wäre die Serie länger gegangen. Es war nicht so klar wie es jetzt scheint“, sagte Mannheims Kapitän Marcus Kink nach dem Halbfinaleinzug. Der Torschütze mit Seltenheitswert, Denis Reul, hieb in dieselbe Kerbe und sagte: „Es war das erwartet schwere Spiel. Nürnberg hat alles versucht.“ Fürs Halbfinale weiß Reul, worauf es ankommen wird: „In der Defensive müssen wir noch eine Schippe zulegen, offensiv waren wir dagegen sehr gut drauf.“

Titelverteidiger München muss dagegen wieder um die Halbfinal-Teilnahme bangen. „Wir waren ein bisschen langsam, vielleicht weil wir mental nicht bereit gewesen sind“, monierte Münchens Trainer Don Jackson. Am Freitag (19.30 Uhr) kommt es in der Hauptstadt zum sechsten Spiel. Dann haben die Münchner die zweite Chance auf den Halbfinal-Einzug.

Während auch der ERC Ingolstadt die erste Chance auf den Gewinn der Viertelfinal-Serie verpasste, schöpft Köln wieder neue Hoffnung. Ingolstadt hat am Freitag (19.30 Uhr) im sechsten Aufeinandertreffen Heimrecht.

Die Augsburger Panther haben am Freitag (19.30 Uhr) die erste Chance auf das Weiterkommen in die Runde der letzten Vier. Thomas Holzmann sorgte in der zweiten Minute der Overtime für den vielumjubelten 4:3-Siegtreffer.