Adler gewinnen DEL-Krimi

Münchens Jason Jaffray (links) und Ben Smith sind hochkonzentriert bei der Sache. Foto: dpa

Im Spitzenspiel in München kassiert Mannheim spät den Ausgleich, triumphiert dann aber in der Overtime.

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MÜNCHEN. (mar/dpa). An einem Spieltag mit dem ersten Spielabbruch der DEL-Historie hat der deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim seine Topform unter Beweis gestellt. Im Spitzenduell siegte der Titelverteidiger am Sonntag beim EHC Red Bull München nach Verlängerung mit 3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 1:0) und ist nach dem siebten Sieg in Serie als Tabellendritter zumindest auf zwölf Zähler an den souveränen Spitzenreiter München herangerückt. Vor 5520 Zuschauern in München sahen die Adler nach Toren durch David Wolf (18. Minute) und Nicolas Krämmer (42.) wie der Sieger aus. Doch Trevor Parkes schoss die Gastgeber in der 59. Minute und 7,9 Sekunden vor dem Ende in die Verlängerung. Dort war allerdings nach 41 Sekunden Mannheims Torjäger Benjamin Smith zur Stelle und markierte in Überzahl den 3:2-Endstand. In Köln wurde dagegen der Sport schnell nebensächlich. Nach wenigen Minuten wurde die Partie zwischen den Haien und den Nürnberg Ice Tigers wegen eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne erst unterbrochen und knapp eine halbe Stunde später endgültig abgesagt. Einen solchen Spielabbruch hatte es laut eines DEL-Sprechers zuvor noch nie gegeben.

EHC Red Bull München – Adler Mannheim 2:3 n.V. (0:1, 0:0, 2:1). Tore: 0:1 D. Wolf (17:21), 0:2 Krämmer (41:13), 1:2 Parkes (58:08), 2:2 Parkes (59:52), 2:3 Smith (60:41). –

Schiedsrichter: Aleksi Rantala (Finnland)/Gordon Schukies (Herne). – Zuschauer: 5520. – Strafminuten: 6/12.

Adler Mannheim – ERC Ingolstadt 4:1 (0:0, 2:1, 2:0). – Tore: 1:0 Soramies (22:56), 1:1 Höfflin (23:35), 2:1 Smith (25:06), 3:1 Rendulic (47:38), 4:1 Reul (57:33). – Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Ottobrunn)/Marian Rohatsch (Lindau). – Zuschauer: 11 130. – Strafminuten: 6/4.