EC zieht keinen Profit

aus Rote Teufel Bad Nauheim

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Stefan Reiter bringt den EC Bad Nauheim in Frankfurt in Führung, doch sein EC Bad Nauheim muss am Ende die Punkte am Main lassen. Foto: Storch

Die Gegner im DEL2-Playoff-Rennen patzen, aber auch der EC Bad Nauheim verliert im Derby in Frankfurt.

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BAD NAUHEIM. Die Konkurrenz patzte am 49. Spieltag in der Deutschen Eishockey-Liga 2, aber der EC Bad Nauheim konnte daraus im Kampf um die beiden noch freien Playoff-Plätze kein Kapital schlagen. Während Heilbronn, Crimmitschau und Ravensburg verloren, lagen die Roten Teufel am Ostersamstag im Hessenderby bei den Frankfurter Löwen zwar nach zwei Dritteln mit 1:0 in Front, doch am Ende triumphierten die Mainstädter mit 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) und sind damit noch auf Kurs in Sachen Playoff-Heimrecht.

"Es war insgesamt ein enges Derby mit guten Chancen auf beiden Seiten und auch mit guten Torhütern. Wenn man allerdings Powerplay so spielt, wie wir das getan haben und keine wirkliche Gefahr vor dem gegnerischen Tor erzeugt, verlässt man eben als Verlierer das Eis", hatte EC-Headcoach Harry Lange in seiner Analyse vor allem das Schlussdrittel vor Augen, als der EC nach zwischenzeitlichem Ausgleich gleich drei Überzahlsituationen nicht zu einem Treffer nutzen konnte.

Lange wählte für das Hessenderby wieder die offensivere Variante mit David Aslin, der eine Reihe mit Christoph Körner und dem wieder in den Kader zurückgekehrten Andreas Pauli bildete, und die Offensiv-Power brachte dann nach gut neun Minuten auch die Führung der Gäste. Nach Vorarbeit mit einem klugen Pass von James Arniel vollendete Stefan Reiter mit einer starken Einzelleistung zum 1:0.

James Arniel hatte dann im Mitteldrittel die große Chance, die Führung der Bad Nauheimer auszubauen, scheiterte bei seinem Alleingang aber an Frankfurts Keeper Patrick Klein. Im Gegenzug musste Felix Bick in höchster Not gegen Luis Schinko klären und damit ging es mit dem knappen 1:0 für die Badestädter in den letzten Abschnitt, der turbulent begann.

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Nur 46 Sekunden waren gespielt, da musste Felix Bick bereits hinter sich greifen. Ein Schuss von Stephen MacAulay ging an Freund und Feind vorbei in die Bad Nauheimer Maschen. Dreimal hintereinander hatte der EC dann Überzahl, doch das Powerplay war am Samstagabend nicht die große Stärke der Gäste. Sie verpassten einen weiteren Treffer und wurden dafür in der Folge bestraft.

Als EC-Verteidiger Daniel Ketter in der Frankfurter Zone die Scheibe nicht richtig traf, starteten die Löwen einen 2-auf-1-Konter, Mike Fischer passte quer und Luis Schinko brauchte nur noch zu vollenden. Das war gut fünf Minuten vor dem Ende bereits die Entscheidung, da der EC in den Schlussminuten die Mainstädter nicht mehr richtig unter Druck setzen konnte.

Frankfurt - Bad Nauheim 2:1 (0:1, 0:0, 2:0) - Torfolge: 0:1 (10.) Reiter, 1:1 (41.) MacAulay, 2:1 (55.) Schinko - Strafminuten: Frankfurt 16, Bad Nauheim 10.