Mannheimer Adler bezwingen den Tabellenzweiten Straubing Tigers

Borna Rendulic trifft in der Verlängerung. Das „Spiel der leuchtenden Herzen“ bringt dem Meister nicht nur zwei Punkte, sondern karitativen Einrichtungen mehr als 42 000 Euro

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MANNHEIM. (kar). 38:14 Torschüsse sind am Ende belohnt worden: Die Mannheimer Adler bezwangen am Sonntag den Tabellenzweiten der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), die Straubing Tigers, in der Verlängerung mit 2:1. In Überzahl erzielte der Kroate Borna Rendulic auf Vorlage vorn Marc Katic das Siegtor. Mannheim bleibt einen Punkt hinter den Tigers Tabellendritter der DEL, neun Zähler hinter Spitzenreiter EHC München

Der deutsche Meister agierte am Sonntag vor heimischer Kulisse – die SAP-Arena war mit 13 600 Zuschauern ausverkauft – wesentlich konzentrierter als zwei Tage zuvor bei der 1:5-Pleite in Berlin, lag aber nach dem ersten Drittel zurück gegen zwar ersatzgeschwächte, aber kampfstarke Gäste. Beim Straubinger 1:0 durch Felix Schütz (3.) war der 21 Jahre alte Keeper Mirko Pantkowski in seinem dritten DEL-Einsatz für die Adler machtlos. Pantkowski vertrat den angeschlagenen Johan Gustafsson. Ben Smith erzielte nach einer halben Stunde Spielzeit den Ausgleich; das 2:1 verpasste kurz darauf Jan-Mikael Järvinen, der den Pfosten traf. Je länger die Partie dauerte, desto mehr erhöhten die Adler den Druck. Doch die Straubinger Defensive vor dem starken Torhüter Sebastian Vogl stand sicher – bis sich Rendulic in der Overtime ein Herz fasste und die Scheibe im rechten oberen Eck versenkte.

Das „Spiel der leuchtenden Herzen 2019“ brachte den Adlern nicht nur zwei Punkte, sondern karitativen Einrichtungen mehr als 42 000 Euro, welche die Mannheimer sammelten. Auch die Straubinger Fans beteiligten sich mit einer vierstelligen Summe am Ergebnis.

Am Sonntagabend war denn auch das Ende der imposanten Serie der Adler – zehn Siege am Stück – vergessen. Bei den Eisbären Berlin hatte der Tabellendritte glatt verloren. „Die Eisbären haben verdient gewonnen, mehr investiert, mehr Zweikämpfe gewonnen und waren mental oft einen Schritt schneller als wir“, sagte Adler-Trainer Pavel Gross nach dem 1:5 in der Hauptstadt.

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Weiter geht es für die Adler am Zweiten Weihnachtsfeiertag (17 Uhr) mit dem Spiel bei Schlusslicht Schwennigen.

Adler Mannheim – Straubing Tigers 2:1 n. V. (0:1, 1:0, 0:0). Tore: 0:1 Schütz (2:53), 1:1 Smith (30:45), 2:1 Rendulic (63:27). – Schiedsrichter: Hunnius/Reneau (Berlin/USA). – Zuschauer: 13 600 (ausverkauft). – Strafminuten: 6/14.

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 5:1 (1:0, 2:1, 2:0). Tore: 1:0 Hördler (9:55), 1:1 Järvinen (21:55), 2:1 Noebels (25:42), 3:1 Streu (33:32), 4:1 Noebels (52:15), 5:1 Ferraro (53:46). – Schiedsrichter: Iwert/Piechaczek (Harsefeld/Ottobrunn). – Zuschauer: 13 983. – Strafminuten: 8/10.