München patzt, Mannheim pirscht sich heran

Wolfsburgs Dominik Bittner (rechts) attackiert Mannheims David Wolf. Foto: Alfred Gerold

An der Spitze der Deutschen Eishockey-Liga wird es wieder spannend, weil sich der Tabellenführer eine Schwächephase erlaubt. Verfolger Mannheim ist dagegen sehr stabil.

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MANNHEIM. Die Adler Mannheim pirschen sich an Red Bull München heran. Während sich der Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Sonntag mit dem 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) beim Tabellenvorletzten Schwenninger Wild Wings die dritte Niederlage im vierten Spiel erlaubte, blieben die Nordbadener durch ein 3:2 (2:2, 0:0, 1:0) auf eigenem Eis gegen die Grizzlys Wolfsburg im neuen Jahr ungeschlagen und fuhren 2020 den vierten Sieg hintereinander ein.

Der EHC München bleibt aber mit sechs Punkten auf die Konkurrenz weiterhin sicher Tabellenerster. „Das war taktisch ein sehr gutes Spiel von uns und eine sehr gute Leistung von der Mannschaft“, befand der erst seit wenigen Wochen in Schwenningen tätige Chefcoach Niklas Sundblad. Das musste auch Münchens Stürmer Maximilian Kastner anerkennen: „Die Schwenninger haben es sehr gut gemacht.“

Dank des Siegtreffers in der 58. Minute von Nationalspieler Nicolas Krämmer gewann Meister Mannheim seine Partie gegen die Grizzlys Wolfsburg und behauptete damit Rang zwei vor den Straubing Tigers, die sich nach dem überraschenden 2:5 in Iserlohn gut erholt zeigten und die Nürnberg Ice Tigers mit 5:2 (2:1, 0:0, 3:1) bezwangen.

Die Adler legten in ihrer Partie vom Eröffnungsbully weg ein hohes Tempo vor, mit dem die Gäste aus Wolfsburg zunächst ihre Mühe hatten. Nach den ersten 20 Minuten stand es schon 2:2. Matthias Plachta brachte die Adler nach nur 13 Sekunden in Führung, die Garret Festerling in der zwölften Minute ausglich. Tommi Huhtala und Anthony Rech trafen in der Schlussminute des Eröffnungsdrittels binnen 24 Sekunden zum 2:2-Zwischenstand, der danach bis zur 58. Minute Bestand haben sollte. Doch als Nicolas Krämmer nach einer schnellen Kombination über Jan-Mikael Järvinen und Borna Rendulic zum Abschluss kam, war Wolfsburgs Keeper Chet Pickard machtlos.

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„Es war ein enges Spiel, aber wir haben nichts anderes erwartet. Wolfsburg hat eine gute Mannschaft und ist auswärts extrem stark. Wir sind aber immer ruhig und geduldig geblieben, haben uns den Sieg erarbeitet. Das war letztlich der entscheidende Faktor“, sagte der Siegtorschütze.

Der Kader-Rückkehrer Tim Stützle meinte: „Gerade am Anfang des Spiels habe ich gemerkt, dass ich doch länger keine Partie mehr bestritten habe. Es war am Ende eine starke Teamleistung, die zum Erfolg geführt hat. Dass wir das Spiel in der Schlussphase für uns entscheiden konnten, zeugt davon, dass wir am System festgehalten haben. Letztlich war es ein verdienter Sieg.“

Adler Mannheim – Grizzlys Wolfsburg 3:2 (2:2, 0:0, 1:0). Tore: 1:0 Plachta (0:13), 1:1 G. Festerling (11:13), 2:1 Huhtala (19:00), 2:2 Rech (19:24), 3:2 Krämmer (57:19). – Schiedsrichter: Klein/Schukies (Stuttgart/Herne). – Zuschauer: 11 514. – Strafminuten: 4/6.