Radek Krestan lässt Bad Nauheim jubeln

aus Rote Teufel Bad Nauheim

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Die Entscheidung im Hessenderby: Radek Krestan (verdeckt) hat abgezogen und der Puck schlägt hinter dem sich vergeblich streckenden Kasseler Torhüter ein.      Foto: Chuc

Eishockey-Zweitligist feiert in einem hart umkämpften Hessenderby knappen 1:0-Sieg gegen Kassel Huskies. Entscheidendes Tor fällt in doppelter Überzahl.

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BAD NAUHEIM. Auch das dritte Hessenderby in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zwischen dem EC Bad Nauheim und den Kassel Huskies war wieder eine ganz enge Angelegenheit. Mit 1:0 (0:0, 1:0, 0:0) setzten sich die Badestädter auf eigenem Eis vor 2903 Zuschauern durch. Der entscheidende Treffer fiel in der 30. Spielminute, als Radek Krestan bei doppelter Überzahl die Lücke zum Siegtreffer fand. EC-Trainer Christof Kreutzer war am Ende zufrieden. "Respekt ,wie wir das mit vier Verteidigern über die Zeit gebracht haben", freute sich der Coach über die drei Punkte im Derby.

Er verzichtete diesmal auf Verteidiger Mike Dalhuisen und setzte James Livingston als vierten Kontingentspieler ein, um seiner Offensive noch mehr Durchschlagskraft zu geben.

Zunächst versuchten beide Mannschaften aber erst einmal, ihren Spielrhythmus zu finden. Viele Fehlpässe waren an der Tagesordnung und man merkte beiden Kontrahenten an, dass sie kein Risiko eingehen wollten. Selbst in Überzahl agierten beide Teams fast mit angezogener Handbremse, sodass sich kaum einmal Gefahr vor beiden Toren entwickelte und es mit einem 0:0 in die erste Pause ging.

Auch im zweiten Drittel blieb das Geschehen auf dem Eis sehr übersichtlich. Die beiden Gegner belauerten sich weiterhin. Als die Nordhessen dann mit Neuzugang Sebastian Sylvestre und nach einem Beinsteller von Keeper Leon Hungerecker gleich zwei Akteure auf der Strafbank hatten, sah Bad Nauheim die Chance gekommen. Schon nach 38 Sekunden nutzte Radek Krestan die doppelte Überzahl zur Führung.

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Fast im direkten Gegenzug steuerte Sam Povorozniouk allein auf Bad Nauheims Keeper Felix Bick zu, der in diesem Duell allerdings Sieger blieb. Die letzte große Möglichkeit für Kassel im Mitteldrittel hatte dann Richard Müller, als Dustin Sylvester die Strafbank drückte.

Im letzten Spielabschnitt wartete man vergebens auf die ganz große Schlussoffensive der Nordhessen. Bad Nauheim war lediglich bestrebt, den Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten, das gelang auch über weite Strecken. Erst in den letzten vier Minuten erhöhten die Nordhessen das Tempo, nahmen dann auch ihren Keeper vom Eis, doch diese Aktionen kamen einfach zu spät. "Ich bin enttäuscht über die mangelnde Energie und Emotion meiner Mannschaft", ärgerte sich hinterher Kassels Trainer Tim Kehler.

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Einen schon sicher geglaubten Sieg hat der EC Bad Nauheim am Freitagabend noch aus der Hand gegeben. Die Badestädter führten beim ESV Kaufbeuren bereits mit 3:0, doch am Ende konnten die 2525 Zuschauer noch über einen 4:3 (0:2, 3:1, 1:0)-Erfolg ihrer "Joker" jubeln, die damit auch im dritten Aufeinandertreffen mit den Roten Teufeln die Oberhand behielten. "Wir haben zehn Minuten geschlafen und dabei drei Tore bekommen", meinte der frühere Kaufbeurer Maximilian Hadraschek nach der Partie.