Schwer erkämpfter Spitzenplatz

Maximilian Faber bejubelt mit den Löwen Frankfurt nach der DEL-2-Vorrunde den ersten Tabellenplatz. Archivfoto: Storch

(el). Die Frankfurter Löwen haben es erstmals in ihrer Vereinsgeschichte geschafft, Vorrundenerster in der DEL 2 zu werden. Nach dem 52. Spieltag der Mammut-Vorrunde reichte...

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FRANKFURT. Die Frankfurter Löwen haben es erstmals in ihrer Vereinsgeschichte geschafft, Vorrundenerster in der DEL 2 zu werden. Nach dem 52. Spieltag der Mammut-Vorrunde reichte den Eishockey-Cracks vom Main vor gut 2000 Zuschauern beim Tabellenzehnten ETC Crimmitschau ein schwer erkämpfter 5:4-Auswärtsssieg nach Penalty-Schießen. Trotzdem feierten auch die Westsachsen, die dank der Schützenhilfe des EC Bad Nauheim in Bayreuth den letzten Platz in der Pre-Play-offs belegten und nun im Duell mit dem Siebten Kassel Huskies (die Nordhessen haben Heimrecht) um den Einzug in das Play-off-Viertelfinale (ab 15. März im Modus best of seven) kämpfen.

Im anderen Pre-Play-off-Duell stehen sich der Achte Heilbronn und Dresden gegenüber (ab diesem Freitag). Dort werden wohl auch die "Spione" der Frankfurter Löwen vor Ort sein, denn mit einiger Wahrscheinlichkeit treffen die Frankfurter auf den Sieger dieser Partie. Heilbronn gilt aufgrund des Heimrechts als leichter Favorit. Fest stehen bereits die Viertelfinalpartien zwischen dem Dritten Ravensburg und dem Überraschungs-Sechsten EC Bad Nauheim sowie die Paarung zwischen dem ESV Kaufbeuren (am letzten Spieltag noch an den Lausitzer Füchsen vorbei und damit zunächst Heimrecht) gegen den Fünften Lausitzer Füchse. Vor dem letzten Vorrunden-Wochenende hatten die Lausitzer noch punktgleich mit Frankfurt auf Platz zwei gelegen, ein bitteres Vorrunden-Ende und der Verlust des auch finanziell so wichtigen Heimrechts.

Dieses Heimrecht haben die Frankfurter Löwen nun im Prinzip sowohl im Viertel-, im Halbfinale und im Finale (alle im Modus best of seven) sicher. "Das ist ja schön, aber dafür müssen wir erstmal die ganzen hohen Hürden überspringen", freute sich Stefan Krämer als "Chef vom Dienst" beim Vorrunden-Meister.

Enge Leistungsdichte

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Und die Statistik zeigt deutlich auf, dass der Vorrunden-Erste oft vorzeitig scheiterte. Und wie eng die Leistungsdichte in der DEL 2 zusammenliegt, zeigte die gesamte Vorrunde und das Abschlussmatch am späten Sonntagabend in Crimmitschau. Ein Punkt hätte gereicht, das war vorher klar. Dass dieses "Wunschergebnis" erreicht wurde, dauerte seine Zeit. Erst im letzten Drittel gelang den Tilikainen-Schützlingen der 4:4-Ausgleich durch "Youngster" Magnus Eisenmenger zehn Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Zuvor hatte der leichte Favorit vom Main nur einmal früh durch Fischer mit 1:0 geführt, danach lag ständig der ETC durch Welsh, Kabitzky, Mike Fischer und Grygiol (4:3 am Ende des Mitteldrittels) vorne. Da es in Bayreuth bis kurz vor dem Ende noch 4:4 gegen Bad Nauheim stand, wären die Crimmitschauer bei diesem Spielstand in die Abstiegsrunde gerutscht. Deswegen wurden die Bad Nauheimer Treffer zum 7:4-Endstand in Bayreuth mit riesigem Jubel bedacht. Darum hielt sich auch im Sahnepark die Trauer in Grenzen, nachdem Max Faber im Penaltyschießen der 5:4-Siegtreffer für die danach feiernden Löwen gelang. Nun bleiben für die Frankfurter zehn Tage Zeit zum Regenieren vor dem Viertelfinal-Heimspiel am 15. März gegen einen Gegner, der erst durch die Mühlen der Pre-Play-offs muss.