Talent Lean Bergmann wechselt zu Mannheimer Adlern

Für den jungen Stürmer geht es vom Schlusslicht zum Spitzenreiter. Am Sonntag spielt der Angreifer bei seinem neuen Klub vor, am Freitag sind die Adler in Berlin gefordert.

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MANNHEIM. Ehe die Play-offs in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am 6. März starten, stehen in der Hauptrunde für die Mannheimer Adler noch 13 Begegnungen auf dem Spielplan. Die Nordbadener als Tabellenführer mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger EHC München können sich dann freilich noch ein wenig ausruhen. Das Viertelfinale beginnt erst am 13. März, für die Pre-Play-offs kommen eher die beiden nächsten Mannheimer Gegner in der DEL in Frage. Am Freitag geht es für die Mannschaft von Pavel Gross zum Tabellenneunten Eisbären Berlin (19.30 Uhr), am Sonntag gastiert Schlusslicht Iserlohn Roosters ab 16.30 Uhr in der SAP Arena. Dann können sich die Fans auch schon von einem Neuzugang für die nächste DEL-Saison einen Eindruck verschaffen.

Bei den Roosters läuft nämlich der 20-jährige Angreifer Lean Bergmann auf. Dessen Dienste, haben die Adler am Donnerstag mitgeteilt, haben sich die Mannheimer für „mindestens die kommenden zwei Spielzeiten“ gesichert. Der Flügelstürmer absolviert derzeit sein erstes Profijahr und hat auch eine Mannheimer Vergangenheit. In der Schüler-Bundesliga lief er für den MERC in der Saison 2012/13 auf. Danach war der 1,87 Meter große Linksschütze für Frölunda und Almtuna im schwedischen Nachwuchs aktiv, ehe er ab Anfang 2016 in der nordamerikanischen Nachwuchsliga USHL bei zwei Vereinen auf dem Eis stand. „Charakterlich und mit seiner Arbeitseinstellung passt er perfekt nach Mannheim“, so Adler-Manager Jan-Axel Alavaara.

Dafür steht auch schon der erste Abgang fest. Garrett Festerling, dessen Vertrag Ende der Saison ausläuft, wechselt innerhalb der DEL und schließt sich den Grizzlys Wolfsburg an.

In die beiden Spiele am Wochenende gehen die Mannheimer unterdessen als klarer Favorit. Nach sechs Siegen in Folge hat der Spitzenreiter eigentlich nichts zu hadern, nur das Verletzungspech will nicht abreißen. Neben den Langzeitverletzten wird am Wochenende auch Moritz Seider angeschlagen fehlen. Nicht sicher ist, ob der zweite Torwart Mirko Pantkowski dabei sein kann. Das alles kann die Mannschaft derzeit aber nicht aus der Ruhe bringen. „Für uns sind alle Spieler in der Kabine wichtig. Egal, wie viel Eiszeit sie pro Spiel haben. Egal, wie viele Spiele sie absolviert haben“, sagt Trainer Gross. Die Wertschätzung zahlen die Spieler mit Punkten satt zurück.

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Von Philipp Sémon