Tim Stützle darf erstmals ohne Vollvisier aufs Eis

Top-Talent der Mannheimer ist 18 Jahre alt geworden: „Ich hoffe nur, dass ich nach dem Wochenende noch alle Zähne im Mund habe.“ Adler spielen in Krefeld und erwarten Augsburg.

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MANNHEIM. (bore). Die Adler Mannheim laden am Sonntag, 14 Uhr, zum Familientag. Der Tabellenzweite der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) empfängt dann in der SAP-Arena die Augsburger Panther. Alle Kinder bis einschließlich zwölf Jahre mit einer Begleitperson haben nach Spielende die Möglichkeit, mit den Adler-Spielen ein paar Runden auf dem Eis zu drehen, Fotos zu schießen und Autogramme zu sammeln.

Doch vor der geplanten Heimparty müssen die Mannheimer Eishockey-Cracks am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, beim Tabellenzwölften Krefeld Pinguine ran. Für Nachwuchshoffnung Tim Stützle ist dies ein besonderes Spiel. Der Youngster feierte am Mittwoch seinen 18. Geburtstag und darf in Krefeld erstmals ohne Vollvisier spielen. Am Mittwoch sagte das hochgehandelte Talent: „Das Training war schon eine neue Erfahrung, aber für die beiden Spiele ändert sich nicht so viel.“ Scherzhaft fügte Stützle hinzu: „Ich hoffe nur, dass ich nach dem Wochenende noch alle Zähne im Mund habe.“

Glaubt man den Experten, könnte der U 20-Nationalspieler einer der neuen Eishockey-Stars werden. In Nordamerika wird Stützle hinter dem Kanadier Alexis Lafraniere als Nummer zwei der besten Nachwuchsspieler gehandelt. Beim Draft der National Hockey League (NHL) könnte der Adler-Junge ganz vorne landen. Stützle ein neuer Leon Draisaitl? Momentan will der Achtzehnjährige erst einmal mit den Adlern Tabellenführer Red Bull München weiter jagen. Die Adler liegen sechs Punkte hinter den Bayern.

Für Trainer Pavel Gross gab es unter der Woche erneut eine schlechte Nachricht: Mit Brent Raedeke meldete sich ein weiterer Stürmer verletzt ab. Ob der Neunundzwanzigjährige in Krefeld und gegen die Panther spielen kann, ist fraglich. Förderlizenzspieler Yannick Valenti darf in beiden Spielen auflaufen. Er wird Pierre Preto ersetzen.

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Zuletzt lief es bei den Adlern ganz gut. „Wir agieren viel ruhiger und klarer im Kopf, brechen nicht in Panik aus, wenn wir ein Tor bekommen“, sagt Co-Trainer Mike Pellegrims. Beim jüngsten Auftritt in Krefeld gewannen die Adler mit 4:1, das letzte Aufeinandertreffen gegen Augsburg in der SAP-Arena klar mit 8:3.