Als Strafe: VIP-Plätze bei Eintracht Frankfurt gesperrt

aus Eintracht Frankfurt

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Die Commerzbank Arena in Frankfurt wird wohl bald einen neuen Namen tragen. Archivfoto: Arne Dedert/dpa

Das Urteil der Disziplinar-Kommission der UEFA nach dem Europa-League-Rückspiel gegen Racing Straßburg hatte die Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht verblüfft.

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FRANKFURT. Für die Vorkommnisse beim Europa-League-Rückspiel gegen Racing Straßburg am 29.August gab es eine einerseits milde, andererseits harte Strafe. Milde, weil die pyrotechnischen Ausfälle in der Fankurve „nur“ mit einer Geldstrafe von insgesamt 58.000 Euro geahndet wurde, hart, weil ein Block auf der Haupttribüne beim nächsten Heimspiel gegen Standard Lüttich am 24.Oktober gesperrt bleiben muss.

Ultras bleiben unbehelligt, VIP's werden bestraft

Die „Ultras“ bleiben also unbehelligt, die VIP`S auf den besseren Plätzen aber wurden bestraft. Grund: Schiedsrichter Grinfeld wurde beim Gang in die Kabine mit allerlei kleineren Wurfgeschossen bedacht, nachdem er kurz vor der Pause Ante Rebic vom Platz gestellt hatte. Somit muss nun der „Block C“, der einen Teil der teuren Business-Seats umfasst, leer bleiben.

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„Das ist eine ganz neue Variante und stellt uns vor ein paar Probleme“, räumte Eintrachts Justitiar und Spieltags-Manager Philipp Reschke ein. Die detaillierte Urteilsbegründung und die exakt geforderten Auswirkungen wurden der Eintracht im Übrigen von der UEFA noch nicht mitgeteilt. Die Frankfurter müssen aber in jedem Fall versuchen rund 370 Personen, so viel umfasst der Block C, umzusetzen, also Plätze in anderen Blöcken finden. Da alle Europapokalspiele in Frankfurt grundsätzlich ausverkauft sind, wird das kein einfaches Unterfangen. Der eine oder andere wird wohl Platz nehmen müssen auf der Gegentribüne. Und der eine oder andere Platz wird sich auch in den Logen finden.

Bewährungsstrafe bleibt bestehen

Die Anfang des Jahres für zwei Jahre ausgesprochene Bewährungsstrafe, die nach dem Spiel in Mailand (14.März) um ein weiteres Jahr verlängert wurde, bleibt natürlich bestehen. Die Fans in der Kurve sind also noch einmal um eine Auswärts- oder sogar Heimsperre herumgekommen, haben Zeit gewonnen. Sie dürfen nun zum Auswärtsspiel nach Guimaraes in Portugal am 3.Oktober reisen, rund 6000 wollen davon gebraucht machen.

Von Peppi Schmitt