Eintracht Frankfurt: Rückschlag im Kampf um Champions League

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Leverkusens Karim Bellarabi (l.) und Eintracht Frankfurts Aymen Barkok kämpfen um den Ball.  Foto: dpa

Eintracht Frankfurt muss bei Bayer Leverkusen eine Niederlage einstecken. Damit hat die SGE als Tabellenvierter nur noch einen Punkt Vorsprung auf Borussia Dortmund.

Anzeige

LEVERKUSEN. Der Vorsprung der Frankfurter Eintracht auf Borussia Dortmund ist im Kampf um die Champions-League-Plätze auf einen einzigen Punkt geschrumpft. Eine Woche nach dem desaströsen 0:4 von Mönchengladbach und vier Tage nach dem glücklichen 2:0 gegen Augsburg, spielten die Frankfurter erneut extrem schwach und unterlagen bei Bayern Leverkusen mit 0:2 (0:0). Die Frankfurter spielten schlicht schlecht, die Aufstellung des Trainers funktionierte diesmal gar nicht, die Einwechslungen kamen viel zu spät. In dieser Verfassung werden die Frankfurter die CL ziemlich sicher noch verspielen. Und so haben sie in der „Königsklasse“ auch nicht verloren. Leon Bailey, Lucas Alario und Karim Demirbay trafen für die hochüberlegenen Gastgeber. Für die Eintracht traf André Silva zum zwischenzeitlichen 2:1.

Überraschend hatte der Frankfurter Trainer nicht nur auf Luka Jovic verzichtet, sondern auch noch Amin Younes auf die Bank gesetzt. In der Anfangself war zum ersten Mal seit vielen Wochen Aymen Barkok. Die Partie begann dann so spektakulär wie man es vorher erwarten konnte. Schick und Bailey hatten in der vierten Minute eine Doppelchance für die Leverkusener. Zweimal war Torwart Trapp da. Zwei Minuten später hätte auch die Eintracht in Führung gehen können. Silva kam acht Metern vor dem Tor nach Vorarbeit von Erik Durm frei zum Schuss. Der Ball ging nur um Zentimeter am Tor vorbei. Es sollte für lange Zeit die letzte Gelegenheit für die merkwürdig abwartend, dezent spielenden Frankfurter.

Anzeige

Der Druck schien wie Zentnerlasten auf den Spielern zu liegen. Da war nicht mehr mit Leichtigkeit. Ja, sie haben gekämpft, alle miteinander. Aber gespielt haben die Frankfurter über weite Strecken nicht. Die Fehlpassquote war hoch, ganz besonders, aber nicht nur bei Barkok, dessen Einsatz sich nicht wirklich gelohnt hat. Aber auch Kostic kam nicht richtig ins Spiel, Kamada war nahezu unsichtbar. Die Frankfurter hatten es alleine ihrem Torwart zu verdanken, dass sie ohne Gegentor in die Pause kamen. Trapp rettete in seinem 200. Bundesligaspiel gegen Bellarabi und gegen Demirbay zweimal mit glänzenden Paraden.

Silva erzielt seinen 25. Saisontreffer per Kopf

In der zweiten Halbzeit wurde die Eintracht zwar etwas aktiver, aber nicht besser. Die Verfassung der Mannschaft blieb ein Rätsel, ebenso wie die Geduld von Hütter mit Barkok und einigen anderen. Der Trainer wartete bis eine Viertelstunde vor dem Ende, ehe er endlich auswechselte. Doch da stand es schon 1:0 für die Gastgeber. Nach einer weiten Flanke von Demirbay stand Bailey völlig frei und spitzelte den Ball aus spitzem Winkel Trapp durch die Beine. Kamada hatte schlicht geschlafen, Trapp seinen einzigen Fehler im Spiel begangen. Dann kamen Chandler, Younes und Jovic für Durm, Barkok und Hasebe. Doch die Partie war längst verloren, die Eintracht kam nicht mehr zurück ins Spiel. Im Gegenteil, das etwas erhöhte Risiko führte nun zu viel Platz für Bayer und, fast schon logisch, zu einem Kontergegentor. Der gerade eingewechselte Alario hatte keine Mühe in der 70. Minute freistehend den Ball zum 2:0 über Trapp zu lupfen.

Anzeige

Die Eintracht kam in der 90.Minute durch Silva für ein paar Sekunden noch einmal heran. Der eingewechselte Zuber hatte präzise geflankt, Silva seinen 25.Saisontreffer per Kopf erzielt. Doch quasi vom Anstoß weg, konnte Bayer wieder erhöhen. Das passte zum Spiel. Demirbay schoss aus 20 Metern, Tuta fälschte ab, Trapp hatte keine Chance.

Von Peppi Schmitt