Eintracht Frankfurt verlängert Vertrag mit Kamada

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Die Eintracht Frankfurt verlängert den Vertrag mit Daichi Kamada bis 2023. Foto: dpa

Daichi Kamada bleibt bis zum 30. Juni 2023 beim Verein. Für seine Zukunft bei der Eintracht hat sich der Mittelfeldspieler viel vorgenommen.

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FRANKFURT. Nach Trainer Adi Hütter und Stürmer André Silva hat die Frankfurter Eintracht auch mit Mittelfeldspieler Daichi Kamada den Vertrag vorzeitig verlängert. Der 24 Jahre alte japanische Nationalspieler hat sich nach langen Verhandlungen noch vor dem Saisonstart am Samstag gegen Arminia Bielefeld bis zum 30. Juni 2023 an die Eintracht gebunden. „Für mich war schon länger klar, dass ich bleibe“, sagte er, „ich habe mich nie damit befasst, in diesem Sommer zu wechseln.“ Die Verzögerungen bei den Gesprächen hatten sich bis zuletzt offenbar alleine um die zukünftige Honorierung gedreht. „Natürlich mussten finanzielle Dinge geklärt werden, es geht ja um meine Zukunft“, sagte Kamada ehrlich.

Der Eintracht ist es damit gelungen, einen weiteren Baustein für die Mannschaft der Zukunft langfristig zu binden. „Daichi Kamada ist das beste Beispiel dafür, dass wir junge Spieler entwickeln und fördern können“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic, „wir sind sicher, dass er in den kommenden Jahren eine noch wichtigere Rolle im Team einnehmen kann.“ Dafür hat sich Kamada klare Ziele gesetzt. „In der Liga war ich mit meinen Leistungen in der letzten Saison nicht zufrieden“, räumte er ein, „da sind Fortschritte möglich.“

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Während er in 14 Europa- und DFB-Pokalspielen acht Tore geschossen und acht vorbereitet hat, waren ihm in 28 Bundesliga-Spielen nur zwei Tore und sechs Vorlagen gelungen. Diese Werte will er nun annähernd verdoppeln. „Wenn ich mich auf die Liga konzentrieren kann, kann ich ein neues Level erreichen“, sagt er, „fünfzehn Scorerpunkte habe ich mir als Ziel gesetzt". Der Trainer wäre darüber natürlich froh, hat Kamada aber auch noch andere Aufgaben gestellt. „Ich soll besser in der Defensive arbeiten“, erzählt Kamada von einem Gespräch mit Adi Hütter, „ich denke, dass ich nach der Corona-Pause da schon Fortschritte gemacht habe.“

Daichi Kamada gilt bei der Eintracht als leuchtendes Beispiel für den Sinn und Zweck von Ausleihen. Am Anfang war er in Frankfurt überhaupt nicht zurechtgekommen, nach einem Jahr beim SV St. Truiden in Belgien (36 Spiele in drei Wettbewerben, 16 Tore) war er als anderer Spieler zurückgekehrt und hatte sich schnell zur Stammkraft entwickelt. „Am Anfang habe ich selbst gemerkt, dass es noch nicht reicht“, sagt er im Rückblick, „die Zeit in Belgien hat mir dann viel Selbstvertrauen gegeben.“ Gepaart mit dem Vertrauen, das ihm die Eintracht seit dem Sommer 2019 entgegengebracht hat, führte dies zu einer Leistungsexplosion. „Er hat in Belgien große Fortschritte gemacht“, sagt Sportvorstand Bobic, „jetzt sind wir froh, dass er sich entschieden hat zu bleiben.“

Von Peppi Schmitt