Eintracht-Trainer Glasner: Lindström soll zunehmen

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Aufwärmtraining. Neuzugang Jesper Lindström hatte schon drei Wochen Vorbereitung bei seinem früheren Club Bröndby absolviert. Foto: Jan Hübner

Der 21-jährige Jesper Lindström ist bislang der teuerste Einkauf der Frankfurter. Er ist selbstbewusst und konditionell auf der Höhe - aber zu schmächtig, findet der Trainer.

Anzeige

FRANKFURT. Er ist in dieser Saison der bislang teuerste Neueinkauf der Frankfurter Eintracht. Für Jesper Lindström haben die Hessen sechs Millionen Euro an Bröndby IF überwiesen. Das ist ein schöner Batzen Geld, im Gesamtzusammenhang der Ablösesummen aber nicht wirklich viel. Vor allem ist es eine Investition in die Zukunft. Denn der 21 Jahre alte dänische Nationalspieler hat gleich einen Fünfjahresvertrag unterschrieben.

Beim Training hat er sein Talent schon an den ersten beiden Tagen einige Male aufblitzen lassen. Lindström ist eher schmächtig, kann sich aber dennoch durchsetzen. Zwei Jahre in der ersten dänischen Profiliga haben ihm eine große Portion Erwachsenenhärte gelehrt. Er verfügt über eine solide Grundschnelligkeit, auffallend auch seine offensichtliche Handlungsschnelligkeit, die er am Dienstag bei einem speziell darauf ausgelegten Trainingsspielchen unter Beweis hat stellen können. Konditionell ist er auf der Höhe. Kein Wunder, hat er doch mit Bröndby bereits eine dreiwöchige Vorbereitung hinter sich. Das Selbstvertrauen ist ausgeprägt. „Ich habe einen ganz guten Schuss aus der Distanz und bin auch ganz gut in der Box“, lautet seine Selbsteinschätzung, „wichtig ist, dass ich zwischen den Räumen gefüttert werde und dass mir von der Defensive der Rücken freigehalten wird.“

Anzeige

Däne liebt das schnelle Umschalten in der Bundesliga

Als die Eintracht Mitte Mai über seinen Berater erstmals angefragt hatte, war er gleich Feuer und Flamme. Zumal er die Spielweise in der Bundesliga „liebt“, vor allem das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff, „das ist genau mein Spiel.“ Gleich in den ersten Gesprächen hat Markus Krösche dann bei ihm ein Feuer für Frankfurt entzündet. „Ein neues Team, ein neuer Trainer, ein neuer Manager, ich bin gerne ein Teil von diesem Projekt“, sagt Lindström und hat sich auch gleich ein persönliches Ziel gesetzt: „Ich hoffe, ich bekomme schon am Anfang einige Spiele, damit ich mich in den Vordergrund spielen kann.“ Der Trainer hat ihm schon mal mitgeteilt, dass er vor allem körperlich zulegen muss. 66/67 kg wiegt das Leichtgewicht, ein bisschen Muskelmasse soll schnell hinzukommen. „Damit ich die Gegner von mir fernhalten kann“, sagt er lachend. Nicht nur, aber auch durch Lindström ist die Trainingsqualität bei der Eintracht von dieser zur letzten Woche sprunghaft gestiegen. Der Grund ist einfach: Mit Daichi Kamada und Ajdin Hrustic sind zwei Nationalspieler nach ihrem Urlaub wieder dabei. Und mit Sebastian Rode, Erik Durm und Tuta sind drei weitere Spieler zurückgekehrt, die zuletzt wegen Verletzungen oder Erkrankungen gefehlt hatten. Im Rahmen der sogenannten Belastungssteuerung durften mit Amin Younes und Evan Ndicka zwei weitere Stammspieler kürzertreten.

Rätsel um die Verletzung von Almamy Touré

Wegen Verletzung fehlte alleine Almamy Touré. Der exakte Grund für seine schon seit bald zwei Wochen andauernde Trainingspause bleibt weiter ein Rätsel. Bislang ist lediglich von einer „Sehnenverletzung“ die Rede. Genau wegen einer solchen Blessur hatte Touré schon das letzte Drittel der vergangenen Saison verpasst, bevor er im letzten Spiel völlig überraschend wieder spielen konnte. Die aktuelle Verletzung soll nicht mit der damaligen identisch sein. Eine genaue Diagnose aber ist noch nicht bekannt, beziehungsweise wurde noch nicht bekannt gegeben.

Von Peppi Schmitt