Eintracht verliert zu Hause gegen Wolfsburg

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Die Eintracht-Spieler Kristijan Jakic (Mitte) und Djibril Sow hadern mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Frank Willenborg (links). Foto: Jan Huebner

Die Frankfurter Eintracht erleidet gegen den VfL Wolfsburg die dritte Niederlage in Folge. Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen.

Anzeige

FRANKFURT. Drittes Heimspiel im neuen Jahr, dritte Niederlage: Die Ernüchterung war bei der Frankfurter Eintracht nach dem 0:2 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg riesengroß. Den Wolfsburgern reichte eine stabile Deckung, um die harmlose Eintracht über die gesamte Spielzeit auszubremsen. Und natürlich traf auch der „Frankfurt-Schreck“ Max Kruse wieder. Es war ein Foulefmeter, den Martin Hinteregger an Kruse selbst verursacht hatte. In der letzten Minute gelang Lukebakio der zweite Treffer für die Gäste. Die 10.000 Zuschauer waren bitter enttäuscht von ihrer Mannschaft, die es nicht schaffte eine destruktiven und passiven Gegner in echte Schwierigkeiten zu bringen.

Überraschung zu Beginn

Für Überraschungen ist der Frankfurter Trainer immer mal wieder gut. Diesmal war sie ihm gelungen. Danny da Costa kehrte nach Wochen auf der Bank ins Team zurück, spielte für Timmy Chandler. Christopher Lenz blieb auf der linken Seite drin, Filip Kostic musste zunächst auf die Bank. Und auch Kapitän Sebastian Rode hatte seinen Platz im Mittelefeld an Kristijan Jakic verloren.

Anzeige

Die Eintracht legte auch los wie die Feuerwehr und hatte gleich die ersten Gelegenheiten. Doch weder Rafael Borré in der 3. Minute noch Kristijan Jakic in der 11. Minute brachten den Ball über die Linie. Erst danach fingen sich die Wolfsburger. Nach vorne waren sie nicht wirklich gefährlich, aber sie profitierten dann von einem Foul von Martin Hinteregger an Max Kruse.

Der Frankfurter Abwehrchef rammte den Wolfsburger an der Strafraumlinie um, Schiedsrichter Frank Willenborg pfiff Freistoß. Doch aus dem „Kölner Keller“ meldete sich Benjamin Brand und wies darauf hin, dass das Foul auf der Strafraumlinie stattgefunden hatte, also Elfmeter. Und natürlich nahm sich Kruse den Ball und ließ Trapp in der 28. Minute keine Chance. Es war das sechste Tor von Kruse gegen die Eintracht im vierten Spiel hintereinander.

Frankfurter dominant aber ohne Offensive

Und die Frankfurter? Waren nun von ihrem Weg abgekommen. Es dauerte bis kurz vor der Halbzeit, ehe sie wieder eine gute Chance hatten. Jesper Lindström war ein schönes Solo gelungen, doch mit seinem Schuss aus spitzem Winkel konnte er Torwart Koen Casteels nicht überwinden.

In der zweiten Halbzeit war die SGE durchaus dominant übers gesamte Spielfeld, nur nicht in der Nähe des Strafraums und schon gar nicht im Strafraum. Es war ein bisschen wie beim Handball, der Ball kreiste ständig um die gefährliche Zone herum. Und wenn dann mal eine Chance zum Flanken da war, kamen die Hereingaben unpräzise. Daran änderte sich auch nichts, als der Frankfurter Trainer nacheinander mit Filip Kostic, Goncalo Paciencia und Ansgar Knauff, später noch Jens-Petter Hauge und Ajdin Hrustic einwechselte.

Anzeige

Alles was bei der Eintracht mit Offensive zu tun hatte, war nun auf dem Platz. Doch sie brachten es nicht auf den Platz. Pech zudem, dass Schiedsrichter Willenborg, die Partie früh aus der Hand verloren hatte und auf jede noch so plumpe Provokation der Wolfsburger reingefallen war. Zum allem Überfluss erzielten die bis dahin durchweg harmlosen Gäste in der letzten Minute durch Lukebakio auch noch das zweite Tor.

Mehr Aktuelles zu Eintracht Frankfurt: Hier klicken

Von Peppi Schmitt