Freier Tag soll Wunder wirken

aus Eintracht Frankfurt

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Für die Frankfurter Eintracht ist das Viertelfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag gegen Benfica Lissabon das „Spiel des Jahres“. Die Arena ist schon lange...

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FRANKFURT. Für die Frankfurter Eintracht ist das Viertelfinal-Rückspiel der Europa League am Donnerstag gegen Benfica Lissabon das „Spiel des Jahres“. Die Arena ist schon lange ausverkauft. „Von einem solch außergewöhnlichen Spiel haben wir immer geträumt“, sagt Vorstand Axel Hellmann, „wir werden Benfica einen Hexenkessel bereiten“. Die Vorfreude ist riesig und wird auch durch die 2:4-Niederlage im Hinspiel nur wenig getrübt. Die Chancen aufs Weiterkommen sind nicht mehr besonders groß, aber die Ausgangslage ist auch nicht hoffnungslos.

Weniger der Zwei-Tore-Rückstand als der allgemeine physische Zustand der Mannschaft muss den Frankfurtern Sorgen machen. „Wir brauchen Frische für Donnerstag“, sagte Trainer Adi Hütter. Die Spieler hatten beim 1:3 gegen Augsburg am Sonntag alles gegeben, aber bald gemerkt, dass der Geist willig, das Fleisch aber schwach war. Der Frankfurter Trainer hat nun seinen Spielern den kompletten Dienstag frei gegeben. „Das hat ja schon vor dem Spiel gegen Inter funktioniert“, sagt er. Und hofft, dass es sich wieder bewährt. Jedenfalls ist das Aufgebot ausgerechnet auf der Zielgeraden so ausgedünnt, dass es schwierig werden wird, überhaupt noch 18 Spieler für den Kader zu finden.

Besonders groß ist die Abwehrnot. Ein Ausfall von Martin Hinteregger würde schwer wiegen. Der Verteidiger musste wegen Oberschenkelproblemen gegen Augsburg ausgewechselt werden und hinterließ schon da eine riesige Lücke. Der eingewechselte Evan Ndicka konnte sie nicht stopfen und wird sie gegen Lissabon schon gar nicht stopfen können, weil er nach seinem Platzverweis aus dem Hinspiel am Donnerstag gesperrt ist. Almamy Touré, gegen den FCA aufgeboten, um David Abraham eine Verschnaufpause zu gönnen, ist für Europa nicht gemeldet. Zudem war der Franzose der ganz große Schwachpunkt gegen Augsburg.

Der brasilianische Neuzugang Tuta ist ebenfalls nicht auf der Europa-League-Liste. Marco Russ hat am Montag zum ersten Mal seit drei Wochen überhaupt wieder auf dem Platz gestanden. Ihn hatte eine Achillessehnenreizung geplagt. Eine echte Alternative kann der Routinier für das Benfica-Spiel nicht sein. Bleibt noch Simon Falette. Ein solider Verteidiger, der aber seit dem 26. Januar in Bremen keine Minute mehr gespielt hat. Freilich: In der Europa League hat Falette schon viermal ordentliche Leistungen abgeliefert. Er hätte zumindest den Vorteil, dass er frisch und ausgeruht ist.

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Die körperliche Verfassung der meisten Spieler – die Ausnahme gegen Augsburg war Filip Kostic – ist in diesen Tagen das Hauptproblem der Eintracht. Die inzwischen zusätzlichen elf Europapokalspiele haben Spuren hinterlassen. Den Dauerspielern wie Danny da Costa und im neuen Jahr auch Sebastian Rode ist der Kräfteverschleiß anzusehen.

Der Trainer will davon nichts wissen, er hat vielmehr taktische Mängel und individuelle Fehlleistungen als Grund für die Heimniederlage gegen Augsburg ausgemacht. „Wir haben technisch nicht sauber genug und deshalb einfach schlecht gespielt“, stellte er nüchtern fest. Die Niederlage sei „selbst verschuldet“ gewesen und gerade darum „besonders ärgerlich“.

Von Peppi Schmitt