„Kampfeslust ist geweckt“: Stimmen zur...

aus Eintracht Frankfurt

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Luca Jovic im Duell mit Benfica-Spieler Jardel. Foto: dpa

Köpfe hängen lassen? Pustekuchen! In Frankfurt ist die Stimmung trotz der 2:4-Niederlage gegen Benfica Lissabon weiter positiv, der Glaube an den Halbfinal-Einzug weiter da.

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LISSABON. Trotz der 2:4-Niederlage im Europa-League-Viertelfinale bei Benfica Lissabon war die Stimmung nach Abpfiff bei den Spielern und Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht gut. Alle sind positiv gestimmt, dass die SGE nächsten Donnerstag im Rückspiel den Spieß rumdrehen und vor eigener Kulisse doch noch den Einzug ins Halbfinale des internationalen Wettbewerbs schaffen kann. „Das zweite Tor lässt uns alle Möglichkeiten offen für nächste Woche“, brachte es Mittelfeldspieler Sebastian Rode auf den Punkt. Die Stimmen zum Spiel.

Adi Hütter (Eintracht-Trainer): „Die Rote Karte hat uns alles erschwert. Wir haben vor der Pause nach dem 1:1 und die zehn Minuten nach der Pause uns nicht gut angestellt. Trotzdem haben wir zwei Tore in Unterzahl erzielt, das lässt uns alle Chancen fürs Rückspiel offen. Ich bin mit unserer Leistung in Unterzahl absolut zufrieden, wir werden sehen wie es nächste Woche in Frankfurt ausschaut. Ich erwarte mir in einer Woche einen heißen Tanz in Frankfurt. Wir haben gewusst, dass wir gegen ein sehr heimstarkes Benfica spielen. Unsere Mannschaft hatte nach 15 ungeschlagenen Spielen ein großes Selbstvertrauen und will den Traum, den wir leben, bis ans Ende weitergehen. Jetzt haben wir im elften internationalen Spiel erstmals verloren, wäre spannend zu sehen wie es ausgegangen wäre, wenn wir zu elft fertig gespielt hätten.“

Sebastian Rode (Mittelfeldspieler der SGE): „Wir sind optimistisch. Die Kampfeslust in uns ist geweckt, dass wir das mit den eigenen Fans im Rücken umbiegen wollen. Das zweite Tor lässt uns alle Möglichkeiten offen für nächste Woche. Wir müssen Gas geben, zwei Tore sind wir immer in der Lage zu schießen.“

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Martin Hinteregger (Frankfurter Innenverteidiger): „Die Zuversicht ist groß! Das zweite Tor hat uns in die Karten gespielt, aber selbst beim 1:4 hatte ich nie das Gefühl, dass es das war oder dass wir aufpassen müssen, dass wir fünf, sechs oder sieben Gegentore kriegen. Kostic hat wieder die Offensive angetrieben und mitgerissen, daher ist die Zuversicht fürs Rückspiel groß.“

Axel Hellmann (Marketingvorstand der Eintracht): „Wir haben ein richtiges gutes Spiel gemacht. Wir haben eine tolle Moral und starke Mentalität gezeigt. Was ich hier nicht gesehen habe, den angekündigten Hexenkessel. Die werden einen Hexenkessel in einer Woche erleben. Das gibt ein wunderbares Endspiel und solche Spiele liegen uns.“

Bruno Hübner (Frankfurter Sportdirektor): „Die Mannschaft hat eine riesen Moral gezeigt und in Unterzahl ein klasse Spiel gemacht. Vom Schiedsrichter sind heute drei, vier Situationen sehr unglücklich gegen uns entschieden worden. Bei der angeblichen Notbremse war der Ball schon auf dem Weg Richtung Toraus. Wenn er da die Gelbe Karte gibt und Elfmeter ist es okay. Das 2:2 vor der Pause ist eine Kannsituation. Er hat das Tor gegeben und sich dann revidiert. Das ist natürlich ärgerlich.“

Makoto Hasebe (Defensivallrounder der SGE): „Wir leben noch und es ist noch alles möglich. Wir haben zwei wichtige Auswärtstore geschossen. Man muss aber auch sagen, dass vier Gegentore einfach zu viel sind. Aber wir werden nächste Woche wieder eine super Atmosphäre haben und dann ist alles möglich.“

Kevin Trapp (Eintracht-Keeper): „Natürlich ist das Ergebnis nicht optimal, aber es ist auch nicht so, dass es nicht mehr machbar ist. Wir haben vieles richtig gemacht. Die Rote Karte hat uns natürlich nicht geholfen, weil es auch sehr früh im Spiel passiert ist. Trotzdem haben wir immer wieder nach vorne gespielt. Die einzigen Dinge, die wir zugelassen haben, waren dann drin – das darf nicht passieren, wie ein Tor nach der Ecke. Das sind so Dinge, die muss man vermeiden. Bei mir auch: Ball durch die Beine, der zweite ganz komisch. Von daher müssen wir das Spiel schnell abhaken und positiv bleiben. Wenn wir das nicht wären, bräuchten wir nächste Woche nicht anzutreten.“