Pfeilschnell: Hasebe verblüfft bei Eintracht Frankfurt

aus Eintracht Frankfurt

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Bielefelds Fabian Kunze (l) im Kampf um den Ball mit Frankfurts Makoto Hasebe (r).  Foto: dpa

Kämpferisch und spielerisch stark wie immer - aber auch der Schnellste auf dem Platz: Makoto Hasebe ist in Top-Form und ordnet seine Grenzen bei Eintracht Frankfurt neu.

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FRANKFURT. Beim Spiel der Eintracht in Bielefeld sorgte eine Statistik für eine große Überraschung: Schnellster Spieler war nicht Filip Kostic oder Djibril Sow, nein es war Makoto Hasebe. 33,3 km/h war der Höchstwert, den der 37 Jahre alte Japaner erreicht hatte. Hasebe staunte und lachte. „Ich habe gar nicht gewusst, dass ich noch so schnell bin“, sagte er.

Hasebe fürs Mittelfeld doch laufstark genug

Hasebe spielt eine verblüffende Saison. Als Libero sollte seine Karriere so langsam ausklingen, fürs Mittelfeld erschien der bis zur Reaktivierung von Schalkes Hunterlaar älteste Bundesliga-Spieler nicht mehr laufstark genug. Seit vier Wochen beweist er das Gegenteil. Spielerisch stark wie immer, kämpferisch sowieso unantastbar, jetzt auch noch pfeilschnell – Hasebe verschiebt die Grenzen. Selbst der Trainer hatte das nicht erwartet, doch Adi Hütter ist lernfähig. Im alten Jahr hatte er noch Hasebes Karriereende für den Juni dieses Jahres angekündigt. Davon ist nun keine Rede mehr. Hasebe hat seinen Stammplatz zurück, erstaunlicherweise im Mittelfeld. In Bielefeld hat er sogar erneut den Vorzug von Sebastian Rode erhalten. Längst wird über einen neuen Einjahresvertrag geredet.

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Das liegt nahe bei den Leistungen des Spielers. Über seine professionelle Einstellung gibt es sowieso keine Zweifel. Hasebe gefragt zu den freien Tagen, die der Trainer genehmigt hat: „Ist schön ja, aber wir haben ja Lockdown, da bleibe ich einfach zu Hause.“

Für einen weiteren Profi war der Samstag ein ganz besonderer Tag, obwohl er gar nicht gespielt hat. Jetro Willems (26) war zum ersten Mal nach fast genau einem Jahr wieder im Aufgebot. Am 18.Januar 2020 hatte er sich, damals noch im Trikot von Newcastle United, eine schwere Knieverletzung (Kreuzbandriss) zugezogen. Jetzt ist er dem Comeback nahe. Womöglich wechselt er ja noch den Verein.

Von Peppi Schmitt