"Punkt hochverdient": Die Stimmen zum Eintracht-Spiel

aus Eintracht Frankfurt

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Händeschütteln nach dem Unentschieden: Eintracht-Spieler Ilsanker und Ache (v.l.) klatschen mit Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann ab. Foto: dpa

Nach einer starken zweiten Halbzeit finden Trainer und Spieler der SGE das Unentschieden bei RB Leipzig gerecht. RB-Trainer Julian Nagelsmann ärgerte sich über das Ergebnis.

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LEIPZIG/FRANKFURT. Julian Nagelsmann (Trainer Leipzig): „In den ersten 20 Minuten waren wir wirklich sehr gut. Im letzten Drittel haben wir nicht genug abschließen können. Da hätten wir in Führung gehen können. Da haben wir häufig die falsche Entscheidung getroffen. Aus Überlegenheit zu wenig gemacht. Da hat man gesehen, dass wir am Mittwoch gespielt haben, da haben wir zu große Räume angeboten. Die Eintracht ist dann auch nicht leicht zu verteidigen, da machen sie sehr gut. Nach dem Ausgleich war es offen, hätte in beide Richtungen kippen können. Jetzt ärgern wir uns über das Ergebnis.“

Trainer Adi Hütter: „Ich kann mit dem Punkt sehr gut leben. Leipzig hat in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt, wir haben vieles nicht gut gemacht und haben für keine Entlastung sorgen können. In der zweiten Halbzeit hatte Leipzig auch ihre Möglichkeiten, aber hintenraus hatte ich das Gefühl, dass wir mit ein bisschen Glück auch hätten gewinnen können. Das wäre aber nicht verdient gewesen. Wir haben über 90 Minuten gefightet und nehme den Punkt gerne mit.

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Bruno Hübner: „Ich bin sehr zufrieden, der Punkt war auf Grund des letzten Drittels hochverdient. Da waren wir dem Siegtreffer sogar näher. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viele Fehlpässe, haben uns zu sehr versteckt, das darf man hier in Leipzig nicht. Nach dem Rückstand hat die Mannschaft ihr Herz in die Hand genommen, war selbst aktiv und konzentriert. Stefan Ilsanker hat es schon in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, in der zweiten Halbzeit hat er dann ganz dicht gemacht. Er war ein toller Ersatz für Martin Hinteregger. Bei ihm wissen wir noch nicht genau wie schwer die Verletzung ist. Er hat an Samstag beim Training ein Ziehen im Muskel gespürt.“

Makoto Hasebe: „Wir nehmen den Punkt gerne mit. Es war ein sehr schweres Spiel für uns. In der ersten Halbzeit hatten wir fast keine Chance, haben zu tief gestanden und die Bälle zu schnell verloren. Die zweite Halbzeit war dann besser, ich bin zufrieden.“ Stefan Ilsanker: „Ich denke, es ist ein guter Punkt. Zum Schluss hatten wir ein bisschen mehr Luft als die Leipziger, da wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. Alles in allem aber sind wir zufrieden. Die ersten 10 Minuten waren katastrophal, da haben wir unglaublich viele Fehlpässe gespielt, dann haben wir uns gefangen. Je länger es gedauert hat, je mehr haben wir uns getraut.“

Kevin Trapp: „Wenn man den Spielverlauf sieht, ist es ein gerechtes Unentschieden. Die erste Halbzeit ging klar an Leipzig, da waren wir nicht mutig genug, hatten zu viel Respekt und haben wenig Fußball gespielt. Je länger die zweite Halbzeit gedauert hat, desto besser sind wir ins Spiel gekommen. Wir sind nach dem Rückstand wieder top zurückgekommen. Das zeichnet uns aus. Trotzdem haben wir wieder ein frühes Tor nach der Halbzeit, das ist schon oft passiert, das müssen wir einfach abstellen. Es war wieder ein großer Fight. Am Ende hätten wir auch das zweite schießen können. Beim Gegentor war es ein ekliger Schuss, der Ball hat sich noch kurz vorher gesenkt. Ich wollte ihn nur irgendwie ablenken, dann stand er allein vor mir. Es war eine schwierige Situation für einen Torwart. Im Großen und Ganzen aber war es eine ordentliche Leistung für uns mit einem ordentlichen Punkt. Stefan Ilsanker hat ein Superspiel gemacht, er war überall da, wo es gefährlich war. Das war sehr wichtig für uns.“

Djibril Sow: „Es war ein sehr schweres Spiel, vor allem ersten Halbzeit haben sie uns sehr unter Druck gesetzt. Wir haben da ein neues System versucht und haben ein bisschen gebraucht, bis wir uns da reingefunden haben. Dann haben wir wieder die erste Viertelstunde nach der Halbzeit komplett verschlafen, sind danach aber wieder zurückgekommen. Wenn wir am Ende ein bisschen mehr Glück haben, können wir sogar drei Punkte holen.“

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Von Peppi Schmitt