RTL hofft mit Eintracht Frankfurt auf Quotenerfolge

aus Eintracht Frankfurt

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Eine Eckfahne mit dem Logo von Eintracht Frankfurt.  Symbolfoto: dpa

Der TV-Sender RTL freut sich auf die Frankfurter in der Europa-League - auch wegen der großen Fanbasis. In der Bundesliga hingegen werden die SGE-Spiele woanders zu sehen sein.

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FRANKFURT. Beim TV-Sender RTL und seinem Ableger „Nitro“ freuen sich die Macher auf die Frankfurter Eintracht. Der Kölner Sender hat sich die Rechte auf die Europa-League (EL) und die neu ins Leben gerufene Conference-League für die kommenden Saison gesichert. Unvergessen bei den Eintracht-Fans, aber auch bei RTL, war der Husarenritt der Frankfurter vor zwei Jahren bis ins Halbfinale der EL mit Spielen auf Champions-League-Niveau unter anderen gegen Lazio Rom, Benfica Lissabon, Schachtjar Donezk und den FC Chelsea.

Das Halbfinal-Rückspiel in Chelsea einschließlich Elfmeterschießen hatten damals acht Millionen Zuschauer gesehen, das bedeutete einen Marktanteil von 26,3 Prozent. Seither hat RTL dies in der EL nicht mehr erreicht. Nun also die Hoffnung, dass die Eintracht und mit ihr Bayer Leverkusen und Union Berlin in der Conference-League wieder für Quotenerfolge sorgen. RTL geht am ersten Spieltag im September mit Laura Papendiek (32) als neuer Moderatorin an den Start. Sie löst Laura Wontorra (32) ab.

Große Fanbasis zahlt sich aus

In der vergangenen Saison war es für RTL und Nitro suboptimal gelaufen. Da spielten mit dem VfL Wolfsburg, der auch noch in den Qualispielen gegen AEK Athen ausgeschieden war, Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim drei Klubs in der EL, die nicht wirklich eine große Fanbasis haben. Dementsprechend gering waren die Einschaltquoten, genau wie das allgemeine Interesse für den „kleineren“ Europacup.

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Die Eintracht ist der genaue Gegenentwurf, geradezu „gemacht“ für internationale Spiele. „Wenn es die Corona-Lage erlaubt, werden unsere Fans wieder voller Begeisterung dabei sein und mit der Mannschaft durch Europa reisen“, sagt Vorstandssprecher Axel Hellmann. Und all jene, die zu Hause bleiben müssen oder für die Heimspiele keine Tickets mehr bekommen, können die Spiele im „Free-TV“ sehen. Das ist aus Frankfurter Sicht wohl der einzige positive Aspekt der verpassten Champions-League-Teilnahme. Die Spiele in der „Königsklasse“ wären ja nur bei den Pay-TV-Sendern Sky und DAZN zu sehen gewesen.

Am Freitag nächster Woche wird die Deutsche Fußball-Liga (DFL) den neuen Bundesliga-Spielplan bekanntgeben, freilich noch nicht mit den exakten Spielterminen. Doch schon jetzt ist klar, dass die Eintracht zwischen dem 19. September und dem 12. Dezember mindestens sechsmal am Sonntag spielen wird. Das folgt aus den Donnerstag-Ansetzungen der Europa-League.

Klar ist auch: Die Eintracht wird nicht nur bei RTL und Nitro „Stammgast“ sein, sondern auch bei DAZN, die sich die Rechte für alle Sonntagsspiele gesichert hat. Und sollte die Eintracht in Ausnahmefällen auch mal freitags spielen, wird die Partie ebenfalls bei DAZN zu sehen sein. Sky überträgt weiter alle Spiele am Samstag und unter der Woche.

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Von Peppi Schmitt