Tief im Keller: Mainz 05 verliert 0:1 gegen Werder Bremen

aus Mainz 05

Thema folgen
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020. Foto: Lukas Görlach

Nach der Niederlage gegen Werder Bremen ist klar: Es steht schlecht um den 1. FSV Mainz 05.

Anzeige

MAINZ. Es steht schlecht um den FSV Mainz 05: Die Rheinhessen gehen mit einer 0:1 (0:0)-Niederlage gegen den SV Werder Bremen in die Winterpause der Fußball-Bundesliga. Das entscheidende Tor fingen die 05er in der 90. Minute durch Eren Sami Dinkci, der eigentlich dem Werder-Regionalliga-Team angehört. Mit einer uninspirierten und offensivschwachen Vorstellung verpassten es die 05er, ihre Situation im Abstiegskampf zu verbessern. Sechs Punkte aus 13 Spielen bedeuten den vorletzten Tabellenplatz – und große Abstiegssorgen.

Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.
Der 1. FSV Mainz 05 beim Spiel gegen Werder Bremen am 19.12.2020.

Am Mittwoch spielen die 05er noch im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum. Danach wird vermutlich auch entschieden, ob 05-Trainer Jan-Moritz Lichte, aktuell Chefcoach „bis auf Weiteres“, weiter das Traineramt innehaben wird.

Erste Halbzeit: Doppelter Doppelpass als Aufwachsignal

Zum ersten Mal begannen Jean-Paul Boetius und Kevin Stöger gemeinsam ein 05-Spiel. Trainer Jan-Moritz Lichte wählte also eine vermeintlich spielstarke Aufstellung. Doch zu sehen war davon zunächst wenig. Die erste Viertelstunde gehörte komplett den Bremern, die überraschend offensiv begannen. Die Mainzer wirkten davon beeindruckt, fanden zunächst keinen Zugriff auf Werder. 78 Prozent Ballbesitz für die Gäste in der Anfangsphase zeugen davon, doch Chancen erspielten sich die Bremer zunächst auch nur eine. Nach einer Flanke von Yuya Osako köpfte Joshua Sargent aber auf 05-Torhüter Robin Zentner (9.).

Anzeige

Als in der 16. Minute Boetius und Stöger mit einem doppelten Doppelpass durch das Werder-Mittelfeld marschierten, wirkte das wie ein Weckruf für die 05er. Kurz darauf hatte auch Quaison den ersten Abschluss, schoss aber vorbei. Der Ballbesitz-Dominanz war nun bei den Mainzern, die dickste Chance hatte aber Bremen. Nach einem Eckball ließ Kunde Malong den Bremer Sargent laufen. Der kam völlig frei aus fünf Metern zum Kopfball, traf den Ball bei dieser Riesenmöglichkeit aber nicht richtig. Maximilian Eggestein (23.) und Marco Friedl (32.) hatten noch Abschlüsse für Bremen, die Zentner aber entschärfte. Auf der anderen Seite hatte Edimilson Fernandes (30.) und Robin Quaison (34.) die Chance zur Führung. Doch es ging torlos in die Pause.

Zweite Halbzeit: Passiv und ideenlos, dann kommt der Rückschlag

Vielleicht hätte der zweite Spielabschnitt einen unterhaltsameren Werdegang genommen, wenn Edimilson Fernandes eine bessere Stollenwahl getroffen hätte. Doch als eine Aaron-Flanke bei ihm landete und er in bester Position abziehen konnte, rutschte der Mainzer weg (49.). Was folgte, war Fußball-Tristesse auf beiden Seiten. Die Mainzer blieben zu passiv und kamen deshalb kaum einmal zu Balleroberungen. Und wenn doch, dann waren die Bälle schnell wieder weg. Oder die Mainzer schalteten schlicht zu langsam. Aber auch die Bremer strotzten nicht vor Ideen.

Anzeige

Also geschah über weite Strecken der zweiten Halbzeit nicht viel auf dem Feld – zumindest nicht viel, was Fußball-Ästhetiker erfreut hätte. Beste 05-Feldspieler waren die drei Innenverteidiger Jeremiah St. Juste, Alexander Hack und Moussa Niakhaté. Auch das sagt viel über die Partie aus. Aber auch Niakhatés Leistung hatte einen Makel: Wegen Ballwegschlagens kassierte er seine fünfte Gelbe Karte und ist deshalb im ersten Spiel nach der Winterpause gesperrt. So sah es nach einem 0:0 aus, als Tahith Chong in den Strafraum flankte und Dinkci zum Siegtor einköpfte. Erst danach zeigte die Mainzer die Aggressivität, die sie vorher gebraucht hätten. Doch es war zu spät.