Neuer Rasen, altes Problem: FCK auch gegen Meppen ohne Sieg

aus 1. FCK

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Auf neuem Rasen kommt die FCK-Abwehr (rechts Alexander Winkler) oft ins Wanken.  Foto: imago

Mit der schwächsten Leistung unter seinem neuen Trainer kommt der 1. FC Kaiserslautern gegen Meppen nur zu einem 2:2-Unentschieden.

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KAISERSLAUTERN. Viel hatten sie sich erhofft. Vom neuen Rasen und vom zuletzt eigentlich positiven Formtrend. Doch der 1. FC Kaiserslautern erlebte am Samstag beim letztlich glücklichen 2:2 gegen den SV Meppen einen Rückschlag. Marlon Ritter (38.) und Elias Huth (59.) glichen zwar zweimal einen Rückstand aus, am Ende waren die Pfälzer aber nie wirklich am Drücker, hätten sich auch über eine Niederlage nicht beschweren dürfen.

Für das erste Ausrufezeichen sorgte FCK-Trainer Marco Antwerpen bereits vor dem Anpfiff. Überraschend stand Top-Torjäger Marvin Pourié, zuletzt immer in der Startelf, aus „sportlichen Gründe“, wie es von Vereinsseite hieß, nicht einmal im Kader. Für ihn durfte Daniel Hanslik auflaufen. Marius Kleinsorge rückte für den verletzten Carlo Sickinger (Muskelbündelriss) in die Anfangsformation. Und auf neuem Rasen schien der FCK gewillt, direkt Tempo zu machen. Marlon Ritter (1.) und Kleinsorge (2.) verfehlten mit ersten Schüssen das Tor, dann brachte Hikmet Ciftci mit einem tollen Steilpass erneut Kleinsorge in Position, der im Eins-gegen-eins mit Meppens Schlussmann Eric Domaschke aber zu zaghaft war (5.). Wer nun eine Druckphase der Pfälzer erwartete, wurde jedoch schnell enttäuscht. Die Emsländer fanden ins Spiel und waren zunehmend mehr am Drücker. Immer wieder kamen sie mit langen Bällen über die rechte Seite, flankten gefährlich. Luka Tankulic verpasste die erste gute Chance (14.), nach Flanke von Rene Guder war dann aber ausgerechnet der frühere FCK-Kapitän Christoph Hemlein zur Stelle und markierte das 1:0 für die Gäste (29.).

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Antwerpen setzt ein Zeichen und wechselt fünfmal aus

Kaiserslautern wankte kurz, fing sich aber dann. Mit einem schönen Spielzug kamen die Roten Teufel zum schnellen Ausgleich. Ritter leitete einen Angriff selbst ein, nahm auf der rechten Seite Jean Zimmer mit und verwertete den Doppelpass mit seinem Kapitän zum Ausgleichstreffer (38.). Nach dem Seitenwechsel war dann aber schnell wieder Meppen am Drücker, der FCK abermals zu langsam, zu zaghaft. Nach einem Foul von Tim Rieder an SVM-Stürmer Tom Boere zeigte Schiedsrichter Eric Müller auf den Punkt. Der gefoulte Spieler verwandelte selbst – 1:2 aus Sicht der Pfälzer (49.). Nun hatte Trainer Antwerpen endgültig genug. Innerhalb weniger Minuten schöpfte er sein Wechselkontingent komplett aus und brachte fünf (!) neue Spieler. Zunächst gingen Zimmer, Alexander Winkler und Kenny Redondo (55.), drei Minuten später mussten auch Hanslik und Anas Ouahim runter. Für sie kamen Philipp Hercher, Marvin Senger, Anil Gözütok, Elias Huth und Anas Bakhat ins Spiel. Und der Kniff des Trainers zahlte sich aus. Nach einem Seitenwechsel von Hendrick Zuck, brachte Hercher den Ball scharf nach innen, wo er von einem Meppener Bein an den Kopf von Huth flog – und zum 2:2 (59.). Huths erster Saisontreffer.

Mehr Wirbel verursachte der Fünffach-Wechsel aber zunächst nicht. Die Teams agierten nun defensiv konzentrierter, egalisierten sich. Dann kippte die Waage wieder deutlich in Richtung der Gäste, die zunehmend Druck ausübten und wackelige FCK-Abwehr vor Probleme stellten. Nachdem einige Ecken verpufften war es dann ein Steilpass, der die Roten Teufel aushebelte. Der eingewechselte Dejan Bozic scheiterte aber am stark reagierenden FCK-Torwart Avdo Spahic (82.). Momente später zappelte dann das Außennetz am FCK-Gehäuse. Meppen blieb dran, belohnte sich aber nicht mehr. Da aber auch vom FCK nichts mehr kam, blieb es bei einem 2:2, welches dem FCK im Abstiegskampf nicht weiterhilft. Zumal kommende Woche das schwere Auswärtsspiel bei Top-Team Hansa Rostock ansteht.

Von Tommy Rhein