Wehen Wiesbaden quält sich ins Halbfinale des Hessenpokals

Ein ganz hartes Stück Arbeit: Doch am Ende setzt sich der SV Wehen Wiesbaden um Sascha Mockenhaupt (links) im Hessenpokalviertelfinale gegen den FC Gießen durch. Foto: Ben Volkmann

Der SV Wehen Wiesbaden steht nach einem zähen Erfolg beim Regionalligisten FC Gießen im Hessenpokal-Halbfinale.

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GIESSEN. Der Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden steht im Halbfinale des Hessenpokalwettbewerbs, schrammte aber knapp an einer Blamage vorbei: Beim Regionalliga-Club FC Gießen setzte sich das Team von Trainer Rüdiger Rehm äußerst mühevoll mit 2:1 (1:0) durch und gastiert nun im Halbfinale beim Sieger der Partie Eintracht Stadtallendorf gegen FSV Frankfurt.

Einzig der Hessenpokalsieger, der am 29. Mai ermittelt werden soll, zieht in den DFB-Pokal ein. Es sei denn, der SVWW würde in Liga drei mindestens noch Rang vier erreichen und sich dadurch direkt qualifizieren. In diesem Fall würde auf jeden Fall ein zweiter hessischer Verein in den DFB-Pokal einziehen: Entweder der Sieger des Hessenpokals oder, sollte der SVWW den Wettbewerb gewinnen, der Finalgegner des Drittligisten. Doch nach diesem Szenario sieht es aktuell nicht aus, schließlich hat der SVWW derzeit sieben Punkten Rückstand auf den Drittliga-Vierten Dynamo Dresden. Die Dresdner haben zudem zwei Spiele weniger ausgetragen und spielen heute Abend die erste Nachholpartie gegen den MSV Duisburg.

Wiesbadener Führung durch Korte

In Gießen hatte der Drittligist eine Schrecksekunde zu überstehen, als Zeki Erkilinc frei vor Keeper Tim Boss auftauchte, der in höchster Not klärte (10). Kurz darauf traf Phillip Tietz den Ball im Sturmzentrum nach guter Vorarbeit von Kevin Lankford nicht richtig – es hätte die Gästeführung sein können. Die aber nicht lange auf warten ließ: Marc Lais durfte von links ungehindert flanken und Gianluca Korte versenkte mit dem Kopf (20.).

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Die von Ex-Eintracht-Frankfurt-Profi Daniyel Cimen trainierten Gießener, bei denen mit Michael Fink (39) ein zweiter Ex-Eintrachtler auf dem Platz mitmischt, blieben aber stets gefährlich. Was auch daran lag, dass beim SVWW die Konzentration nachließ. Wie etwa bei Korte und Tietz, die im gegnerischen Strafraum die Konsequenz im Abschluss vermissen ließen. Draußen forderte Rüdiger Rehm lautstark „Bewegung“. Trotzdem klemmte es auch hinten. Glück für die Gäste, dass Jonas Arcalean seine Topchance zum 1:1 nicht nutzte (40.).

Carstens erneut mit entscheidendem Treffer

Nach der Pause schien der Drittligist um den Ausgleich zu betteln. Und bekam ihn prompt. Erkilinc vergab noch, aber Arcalean schweißte nach einem Ballverlust des SVWW in Klassemanier ein (62.). Während Tietz kurz darauf kläglich vergab – und gleich darauf ebenso wie Lucas Brumme ausgewechselt wurde. Johannes Wurtz und Maurice Malone kamen.

Malone scheiterte prompt aus kurzer Distanz an Keeper Tolga Sahin (67.). Besser machte es der aufgerückte Abwehrcenter Florian Carstens, dessen wuchtiger Kopfball zum 2:1 einschlug. Jener Carstens, dessen Last-Minute-Tor in Rostock zuletzt das 1:1 gebracht hatte. Wurtz und Malone ließen noch beste Gelegenheiten aus, ehe der aus SVWW-Sicht erlösende Schlusspfiff ertönte.

SV Wehen Wiesbaden: Boss; Lankford, Mockenhaupt, Carstens, Niemeyer, Lais (79. Nilsson), Medic, Kuhn, Korte, Brumme (65. Malone), Tietz (65. Wurtz). Tore: 0:1 Korte (20)., 1:1 Arcalean (62.), 1:2 Carstens (76.).