Frauenfußball: FSV Hessen Wetzlar zieht ins...

Der FSV Hessen Wetzlar steht im Viertelfinale des Hessenpokals der Frauen. Die Regionalliga-Fußballerinnen setzten sich beim Hessenligisten MFFC Wiesbaden durch und treffen in...

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. Wiesbaden (kio). Der FSV Hessen Wetzlar steht im Viertelfinale des Hessenpokals der Frauen. Die Regionalliga-Fußballerinnen setzten sich beim Hessenligisten MFFC Wiesbaden mit 3:0 (1:0) durch und treffen in der Runde der letzten Acht auf den SV Gläserzell. Matchwinnerin war Ann-Kathrin Kundermann, die die Partie in der Landeshauptstadt mit einem Doppelpack entschied.

Doch einen Wermutstropfen hatte der Sieg: Maike Simbeck verletzte sich nach 34 Minuten ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste ausgewechselt werden. Wie lange die Spielführerin ausfällt, ist noch unklar. Die Mannschaft kompensierte den Ausfall der erfahrenen Simbeck jedoch bravourös, was auch daran lag, dass der Gegner keinen Sahnetag erwischt hatte.

Wetzlar versuchte zu Beginn, den Druck hochzuhalten und sich mit sehenswerten Spielzügen in den Wiesbadener Strafraum zu kombinieren. Das gelang zwar, doch der FSV ließ einige hundertprozentige Chancen liegen. Es dauerte rund 21 Minuten, bis Selina Heinzeroth ihre Farben erlöste und in Führung brachte.

Denn danach passte sich der Gast dem eher destruktiven Spiel des MFFC an und suchte Lösungen mit langen, hohen Bällen. Die jedoch kamen nur selten an, da die Gastgeberinnen nicht nur ideenlos, sondern auch sehr kampfbetont zu Werke gingen und in der Abwehr lange gut dagegenhielten. So blieb die Begegnung lange offen, obwohl Wiesbaden selbst kaum eine echte Torchance hatte.

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"Leider haben wir uns zu lange vom Gegner anstecken und dann auch noch diese vielen Chancen liegenlassen. Zum Glück wurde es in der zweiten Halbzeit besser", analysierte FSV-Trainerin Julia Schlothauer die Phase gegen den Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit. Die Chancenverwertung blieb zunächst katastrophal. Antonia Rau, Heinzeroth, Lara Martin und Aylin Özen hatten mehrfach viele weitere Treffer auf dem Fuß oder dem Kopf. "Das waren viele gute und sehenswerte Aktionen unsererseits, aber wir hatten auch Glück bei der schlechten Verwertung, dass das Ergebnis nie wirklich in Gefahr war", sagte Schlothauer.

Doppelschützin braucht nur sechs Minuten für ihre Tore

Als die Kräfte bei den Gastgeberinnen nachließen, drehte Wetzlar, das auch auf Zoe Brückel (krank) verzichten musste, noch einmal auf. Möglich machte das auch die Einwechselung von Torjägerin Ann-Kathrin Kundermann. Mit einem Doppelpack (74., 80.) machte die Stürmerin in der Schlussphase den Deckel drauf.

Wiesbaden: Rode - Ruf, Quast, Koths, Michaelis (34. Eckhardt), Hess (86. Cardoso), Jarosch, Schienke (41. Nehm), Roehrig, Berghorn, Martin.

Wetzlar: Beffart - Simbeck (34. Martin), Schlegl, Hisenaj, Heinzeroth, Wickert (64. Efimenko), Oppelland, Reese, Özen (55. Kundermann), Tröller, Rau.

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Schiedsrichter: Jantz (Kohlheck). - Zuschauer: 120 - Tore: 0:1 Heinzeroth (21.), 0:2 Kundermann (74.), 0:3 Kundermann (80.).