"Aller guten Dinge" sollen drei sein

Frauen der SG Reiskirchen/Saasen von Quotientenregelung gebeutelt. Neuer Anlauf in Verbandsliga beginnt mit Niederlage. Gruppenligist mit gutem Ruf als Ausbildungsverein.

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. REISKIRCHEN (woo). "Aller guten Dinge sind drei", sagt Jan Becke trotzig. "Nachdem wir den Aufstieg in die Verbandsliga in den vergangenen beiden Jahren knapp verpasst haben, muss es diesmal klappen". Und tatsächlich hat es die Gruppenliga-Frauen der SG Reiskirchen/Saasen hart getroffen: Zuletzt scheiterten sie an der um 0,2 Prozentpunkte schlechteren Quote bei der durchschnittlichen Punkteausbeute pro Spiel.

Der Saisonauftakt in der Gruppenliga ist allerdings in die Hose gegangen. Im Heimspiel gegen Eintracht Lollar II kassierte die SG eine 0:3-Schlappe. "Gerade angesichts der zweigeteilten Liga mit jeweils sieben Mannschaften, in der die drei Gruppenersten eine Meisterschaftsrunde austragen, ist diese Niederlage eine schwere Hypothek", gesteht der Reiskirchener Trainer. "Aber das ändert nichts an unserem Saisonziel. Das Potenzial ist da."

Die nach Lollar, Klein-Linden und Pohlheim Nummer vier des Frauenfußballs im Kreis Gießen genießt einen guten Ruf als Ausbildungsverein. U 10, U 14, U 16 - in allen Altersbereichen treten Mannschaften im Ligabetrieb an. Die treibende Kraft dabei ist seit Jahren Andreas Schön. Er freut sich, aktuell sogar zwei Spielerinnen aus Nidda, also von außerhalb des Kreises, unter seinen Fittichen zu haben. Ein ausgeklügeltes Rekrutierungssystem steckt jedoch nicht dahinter. Der Kontakt erfolgt zumeist durch Mund-zu-Mund-Propaganda.

Über mangelnde Trainingsbeteiligung kann sich auch Jan Becke nicht beklagen. Durchschnittlich nähmen knapp 30 Spielerinnen teil, sagt der Coach. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf Sarah Köhn, Luisa Hannak, Denise Zahrt und Mara Brück. Als U 16-Spielerinnen dürfen sie auch bei den Frauen auflaufen. Dort haben sie die gesamte Saisonvorbereitung mitgemacht. "Für einen regelmäßigen Einsatz in der Gruppenliga ist es noch zu früh", hält Becke den Ball flach. "Aber wenn sie dran bleiben, könnte den Vier die Zukunft gehören."