Derby vor 3500 Zuschauern

Verlorene Plätze, Teil 3: Als der VfR Lich von der Bessinger Straße an die Fasanerie umzog.

Anzeige

. giessenLange wird das Tor auf dem Foto nicht mehr stehen, vielleicht ist es mittlerweile sogar schon verschwunden. Der Sportplatz an der Bessinger Straße war lange die Heimat des VfR 1920 Lich, im Jahr 2020 wird das traditionsreiche Sportgelände zur Heimat von "neuen Lichern", denn hier entsteht ein Baugebiet.

An der Bessinger Straße spielten die Grün-Weißen bis 1982, damals äußerst erfolgreich in der Fußball-Landesliga. Zum Beispiel gegen den Nachbarn TSV Utphe, vor sage und schreibe 3500 Zuschauern, wie sich Rainer Klaus, VfR-Urgestein, Ex-Torjäger und Ex-Trainer, erinnert. Günther Reidel (80), der 35 lange Jahre die Geschicke der Rasensportler leitete, erinnert sich genau: "Die Hinrunde haben wir 1982 noch auf dem alten Sportplatz gespielt, für die Rückrunde sind wir dann schon an die Fasanerie umgezogen." Jenes schöne und große Gelände am (anderen) Ortsausgang Richtung Arnsburg. Aber auch die Bessinger Straße wurde bis vor wenigen Jahren noch von Jugendmannschaften bespielt. Als Ausweichplatz blieb das Gelände lange erhalten.

Schließlich darf bei solchen Geschichten auch einmal eine persönliche Note einfließen. Der Autor dieser Zeilen hat sein allererstes Spiel ebenfalls an der Bessinger Straße gemacht - beim Jugendturnier des VfR Lich. Für den MTV Gießen gegen die D-Jugend von Borussia Dortmund, vermutlich deren fünfte oder sechste Mannschaft, circa 1977. Ging verloren, war aber knapp. Denke ich. Fußballplätze bergen so manche schöne Erinnerung. Rüdiger Dittrich