Nach der Pause schlägt Günther eiskalt zu

Hattrick binnen 300 Sekunden bei Wiesecker Kantersieg, der eine Halbzeit auf der Kippe stand. Großen-Linden sichert sich Punkt im Derby in Leihgestern.

Anzeige

. GIESSEN (vf). Einen unerwarteten Dämpfer erhielt der Aufwärtstrend der TSG Leihgestern, die im Lindener Derby auf eigenem Geläuf gegen den Tabellenvorletzten TSV Großen-Linden nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskam. Binnen 300 Sekunden sorgte Torjäger Günther dagegen beim 5:0-Heimerfolg der TSG Wiescek gegen die FSG Lumda/Geilshausen mit seinem Hattrick praktisch im Alleingang für die Entscheidung.

TSG Leihgestern - TSV Großen-Linden 1:1 (1:1): Die 100 Zuschauer sahen ein durchschnittliches Derby, in dem die Platzherren einfach nicht zu ihrem Spiel fanden und Großen-Linden ohne ihren gesperrten Torjäger Leonardo Auvanis wenigstens versuchte das Beste aus seinen raren Möglichkeiten zu machen. Dabei ging es für den Tabellendritten vielversprechend los, als Niklas Port nach nur 240 Sekunden die Kugel an den Pfosten setzte. Die Gäste kamen zu Mini-Chancen, die aber nichts Zählbares einbrachten. Aus ihrem deutlichen Ballbesitzvorteil konnten die Gastgeber in puncto Torgefahr keinen Nutzen ziehen. Zumeist fand der finale Pass keinen Abnehmer. Allein in der 21. Minute hatte die TSG Grund zum Jubeln, denn Tom Schäfer legte vor, wenige Minuten vor dem Pausenpfiff eliminierte Lucas Dassler den Vorsprung. In Abschnitt zwei scheiterten Jan-Phillip Plücker und per Kopf Niklas Port. Ein zweites Mal traf Port (71.) nur Aluminium. Der rote Karton für Heimakteur Phillip Fritz (85.) wegen Meckerns hatte insoweit keine spielentscheidende Wirkung. In der Nachspielzeit bot sich Torjäger Cemil Kurt aus spitzem Winkel die Chance zum Lucky Punch, die Keeper Andreas Eckhardt genauso glänzend zunichtemachte wie 60 Sekunden später die Großchance von Plücker.

SG Trohe/Alten-Buseck - SG Treis/Allendorf 0:0: Ihren Aufwärtsschwung nahmen die Lumdataler auch mit in die von 70 Zuschauern besuchte KOL-Partie auf dem Alten-Busecker Rasenplatz, die sie von Beginn an dominierten. Die Troher verlegten sich vor allem aufs Kontern. Nach Foulspiel an Tim Bosslau im Treiser Sechzehner konnte Marvin Kaus in der achten Minute den berechtigten Strafstoß nicht im Gehäuse unterbringen. Wegen einer klaren Abseitsstellung von Nicolas Hahn wurde dessen Treffer vom souveränen Unparteiischen Sebastian Poth (Limeshain) nicht anerkannt. Im zweiten Durchgang bekam der Gastgeber-Schlussmann Jonas Pabst bei der Chance von Artur Schwabauer (50.) und in der 80. Spielminute die Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Dass der Spielverlauf nicht auf den Kopf gestellt wurde, verhinderte Niklas Hettche im Treiser Kasten in der 87. Minute. Durch die beiden vereitelten Hochkaräter von Kaus und Benedikt Wagenlehner schrammte Trohe an einer Überraschung vorbei, kann aber mit dem Punkt leben.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod - FSG Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf 2:0 (2:0): Frühzeitig leistete sich Gästekeeper Henrik Gröbl einen dicken Patzer, als er dem einschussbereiten Marvin Erb (5.) das Spielgerät zum 1:0 in den Lauf spielte. Die kampfbetonte Abtastphase endete vor 50 Zuschauern mit dem 2:0 von Leon Noll (19.). Den durchaus möglichen 3:0-Pausenstand verpasste die Grünberger Dreier-Gemeinschaft allerdings. In den zweiten 45 Minuten bekamen die Gäste mehr und mehr Oberwasser, bei ihrer dicksten Chance zum Anschlusstreffer zeichnete sich Keeper Max Piontek mit Bravour aus, als er die Kugel aus seinem Torgiebel fischte. Hochzufrieden mit dem Erfolg seiner Farben zeigte sich der Grünberger Pressewart Stephan Hahn in der Nachbetrachtung der Partie.

Anzeige

TSG Wieseck - FSG Lumda/Geilshausen 5:0 (0:0): Die 50 Zuschauer wurden in der ersten Halbzeit auf die Geduldsprobe gestellt. Die Partie kam auf beiden Seiten einfach nicht in Fahrt, meistens rotierte die Kugel im Mittelfeld. Dazu sicherte der Lumdaer Abwehrblock gegen die zuletzt torhungrige TSG-Offensive ab. Nach dem Seitentausch zogen die Wiesecker die Zügel an. Nach feinem Pass von Taha Faysal, der die Gästeabwehr aushebelte, vollstreckte Kian Feriduni (57.) zum erlösenden Führungstor. Anschließend folgte der Auftritt des Wiesecker Torgaranten Jean Claude Günther. Den Eckball von Jan Spiegl wehrte Keeper Florian Hollmeyer zwar ab, aber Günther (75.) tanzte dann einen Verteidiger aus und vollstreckte per Spannstoß zum 2:0. Bei seiner zweiten Bude profitierte er 120 Sekunden danach von einem langen Ball, den Tasci geschlagen hatte und er per Heber Schlussmann Hollmeyer düpieren konnte. Seinen Hattrick komplettierte Günther in Minute 81, nach präziser Vorarbeit von Yannic Koch. Beim abschließenden 5:0 bedankte sich Günther im Gegenzug und legte für Koch (85.) auf. ,,In der ersten Hälfte war Günther nicht zu sehen, dann schlug er eiskalt zu'', lobte TSG-Pressewart Hildebrand den Torjäger.