Schlussspurt bringt SC Waldgirmes drei Punkte

Darf zufrieden sein: Mario Schappert. Foto: Bär

Volkan Öztürk und Natnael Tega belohnen den SC Waldgirmes im Fußball-Hessenliga-Duell gegen Türk Gücü Friedberg.

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. Waldgirmes (frl). Das war nur nach dem Tabellenstand ein Duell "Kellerkind" gegen "Spitzenmannschaft". In der Fußball-Hessenliga sahen die Zuschauer am Donnerstagabend in der Lahnaue einen mindestens auf Augenhöhe leidenschaftlich kämpfenden SC Waldgirmes, der den Tabellenvierten TG Friedberg mit 2:0 (0:0) besiegte und sich damit für seine guten Leistungen belohnte.

Mannschaftsgeist, hohe Laufbereitschaft und Moral. Getragen von den Grundtugenden des Waldgirmeser Spiels machten die Gastgeber von Beginn an das, was sie können. Bei gegnerischen Angriffen standen sie kompakt in der eigenen Hälfte, schalteten nach Ballgewinnen schnell um und wurden vorne allem nach Standards gefährlich. Nach zwei kurz aufeinander folgenden Eckbällen von Barbaros Koyuncu (12.) brannte es ebenso lichterloh im Friedberger Strafraum wie nach einer feinen Einzelaktion des Spielmachers, dessen Schuss am langen Eck vorbeizischte (14.).

SC Waldgirmes - TG Friedberg 2:0

Die Gäste, ohne ihren verletzten Torjäger und Ex-Gießener Noah Michel angetreten, kamen zwar langsam besser ins Spiel und nach einer halben Stunde erstmals gefährlich vor das von Maik Buss gehütete Gehäuse. Der Kopfball von Sebastian Weigand flog allerdings drüber (28.).

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Shelby Printemps (47.) und Patrick Schorr (49.) sorgten nach Wiederanpfiff für die ersten Ausrufezeichen der zweiten Hälfte, ließen es aber auch an der letzten Präzision vermissen. Mit zunehmender Spielzeit schien sich bei beiden Teams die Erkenntnis durchzusetzen, dass ein Treffer zum Sieg reichen könnte. Es ging weiter intensiv hoch und runter, eine Direktabnahme von Volkan Öztürk streichelte die Latte (68.). Nach einem Handspiel von Julian Dudda flutschte der von Öztürk geschossene Elfmeter unter TG-Keeper Felix Koob zur SC-Führung ins Netz (72.). Die Gäste drängten danach auf den Ausgleich, den Maik Buss mit einer starken Parade gegen Printemps verhinderte (81.). Natnael Tega machte nach einem Konter den Deckel auf den dreifachen Punktgewinn und vertrieb fürs Erste den Herbstblues beim SC (86.).

"Es war heute eigentlich fast alles wie immer. Wir haben vieles gut gemacht, hatten aber endlich auch mal das Quäntchen Glück", freute sich SC-Trainer Mario Schappert.

Waldgirmes: Buss - Ciraci, Schmidt, Cost, Fries, Öztürk, Schneider, Stephan (31. van Moll), Koyuncu, Fürbeth (63. De Bona), Tega (89. Enobore).

Friedberg: Koob - Biber (85. Tahirovic), Dudda, Weigand, J.-P. Häuser, Usic (78. Jeon), Fukuhara, Eren, Schorr, Printemps, J. Häuser (61. Hagley).

Tore: 1:0 Öztürk (72., Elfmeter), 2:0 Tega (86.). - Schiedsrichter: Glaser (Wiesbaden). - Zuschauer: 200. - Bes. Vorkommnis: Maik Buss hält einen Foulelfmeter von Shelby Printemps (Friedberg, 90.+4).