TuBa II: Erhebliche Strafe droht

Es war der Aufreger in der Fußball-Kreisliga A Gießen. Beim Spiel des FC TuBa Pohlheim II gegen die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen wird der Schiedsrichter von einem...

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GIESSEN. Gießen (dal). 3:1-Führung, es läuft bereits die Nachspielzeit, die Weichen sind klar auf Sieg gestellt. Und doch sind die drei Zähler für den FC TuBa Pohlheim II in der Fußball-Kreisliga A Gießen voraussichtlich futsch. Grund ist der Eklat eines Pohlheimer Spielers dem Unparteiischen Steffen Bieber (Büblingshausen) beim Spiel gegen die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen am vergangenen Sonntag gegenüber (wir berichteten).

"Der Schiedsrichter fühlte sich derart bedroht, dass er sich in der Folge nicht mehr in der Lage sah, die Partie ordnungsgemäß beenden zu können", entnimmt Achim Frey, Klassenleiter der Gießener A-Liga, dem Sonderbericht des Unparteiischen.

Was war passiert? Die Verbandsliga-Reserve des FC TuBa Pohlheim führte durch die Treffer von Emanuel Gabriel, Michael Gabriel und Florian Pinkl mit 3:1 - für die FSG kam Martin Rödiger zum zwischenzeitlichen 2:1. Bereits in der Nachspielzeit belegte Schiedsrichter Bieber einem Pohlheimer, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, mit der Roten Karte. Die Folge waren schließlich unrühmliche Worte des Spielers dem Spielleiter gegenüber.

Spieler entschuldigt sich

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"Auch wenn nur noch zwei oder drei Minuten auf der Uhr sind, liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, die Partie notfalls abzubrechen. So auch in diesem Fall", nimmt Frey den Unparteiischen für dessen Entscheidung in Schutz, denn: "Er hatte sichtlich Angst, die Partie fortzuführen. Selbst einige Mitspieler mussten den Pohlheimer festhalten." Dieser entschuldigte sich im Nachhinein für sein Verhalten beim Schiedsrichter, der nach Abpfiff obendrein von FC-Betreuern zusätzlich geschützt wurde.

Wie in dieser Sache nun weiterverfahren wird, entscheidet zunächst der Klasseneinzelrichter. Neben einem Urteil hat dieser die Möglichkeit, das Verfahren an das Sportgericht weiterzureichen. Ob die Punkte nun gänzlich an die Dreier-FSG verloren gehen, ist nicht unwahrscheinlich. Für den FC TuBa Pohlheim ist dabei eine dreifache Strafe wahrscheinlich: Erstens, dass zwar das Ergebnis bestehenbleibt, die Punkte allerdings an die Gäste gehen; Zweitens, dass der Spieler neben der ohnehin bereits ausgesprochenen Roten Karte eine zusätzliche Einzelbestrafung erhält; und Drittens ist auch eine Strafe für den Verein, der als Gastgeber für den Ablauf verantwortlich ist, im Bereich des Möglichen.

TuBa bliebe dabei ebenso das Recht einer Berufung. Eine Stimme der Vereinsverantwortlichen war bis Montagabend nicht zu bekommen.