"Halbe Kraft und Standgas reicht da nicht"

Trainer Jörg Loutchan steht mit dem FC Neu-Anspach an der Gruppenliga-Spitze, sah aber in Stierstadt "eine unterirdische Leistung". Archivfoto: Breier

Fußball-Gruppenliga: Spitzenreiter FC Neu-Anspach gastiert in Steinfurth und Verfolger Usinger TSG wird in Karben gefordert.

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. HOCHTAUNUS (dio). Bleibt die Tabellenführung in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt West in Händen eines heimischen Teams? In der zurückliegenden englischen Woche wechselte sie von der Usinger TSG zum FC Neu-Anspach. Dieser tritt am Sonntag um 15.30 Uhr beim Tabellen-18. SV Steinfurth an. Eine halbe Stunde zuvor beginnt bereits das Gastspiel der Usinger TSG beim Rang-13. FC Karben.

FC Karben - Usinger TSG (Sonntag, 15 Uhr): Die UTSG-Mannen blicken ohne Groll auf die erste Saison-Niederlage am Mittwoch bei der DJK Bad Homburg zurück, so gibt es Trainer Marius Walz wieder. "Die DJK war einfach besser, da spielte auch deren größerer Kader als unserer an dem Tag eine gewichtige Rolle. Dazu haben wir ein paar Fehler gemacht und dann kommt es so", sagt Walz. Bei Usingen bewahrheitete sich, was Walz schon vor der Saison gesagt hatte. "Wir dürfen keine Ausfälle von Leistungsträgern erleiden." Bad Homburg habe das mit hohem Tempo clever ausgenutzt. Doch gleich nach der Niederlage sei der blick des Teams nach vorne gegangen. "Wir sind uns alle einig, dass es kein Beinbruch ist. Wir schauen auf Karben und sind selbstbewusst genug, zu sagen, dass wir da drei Punkte anstreben." Fraglich sind die Einsätze von Robert Scheithauer und Max Miot-Paschke. Auch Nicolai Dörnte fehlt noch.

SV Steinfurth - FC Neu-Anspach (Sonntag, 15.30 Uhr): Spitzenreiter, aber komplette Zufriedenheit sieht anders aus. Coach Jörg Loutchan sagt rückblickend auf die englische Woche: "Es fällt schwer, an das 1:1 vor Wochenfrist zu denken, wenn Mitte der Woche so was rauskommt. Das 3:2 in Stierstadt war unterirdisch, das ist nicht mein Anspruch und auch nicht der des Teams." Harte, ehrliche Worte. "Wir waren gegen den FVS nicht fokussiert und sind trotz der Tabellenführung nicht zufrieden, denn das können wir besser." Sein Team sei im Saison-Vorfeld hoch gehandelt worden und nun treffe man oft auf Gegner, die dem FCNA alles abverlangen möchten. "Da ist in allen Belangen Steigerung vonnöten und möglich. Das haben wir ja schon gezeigt." Bitter sei aber, dass ein weiterer Verletzter zu beklagen war. "Ich habe auf der Bank noch drei Innenverteidiger, da kann man schlecht reagieren." So stehen Sonntag 14 Spieler zur Verfügung, da auch aus der "Zweiten" wegen Verletzungen die Alternativen fehlen. "Daher ist die beste Nachricht für mich, dass es diesmal keine englische Woche gibt", so Loutchan. Er fordert, dass sich seine Elf komplett auf sich selbst konzentriert. "Wir können uns auf dem Steinfurther Rasen auf heftigen Kampf einstellen und müssen es anders machen als beim FVS. Halbe Kraft und Standgas reicht da nicht."