Aufgaben versprechen ordentliche Ausbeute

Dagegenhalten, wie am Mittwoch Nils Bergs (r.) gegen den Walldorfer Takero Itoi, ist für den TuS Dietkirchen gegen Hessen Dreieich angesagt. Foto: René Weiss

Limburg-Weilburg (rwe/ bk). Bis auf den TuS Dietkirchen in der Fußball-Hessenliga haben alle anderen Kreisvertreter ab Gruppenliga aufwärts am Wochenende Aufgaben vor der...

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LIMBURG-WEILBURG. Limburg-Weilburg (rwe/ bk). Bis auf den TuS Dietkirchen in der Fußball-Hessenliga haben alle anderen Kreisvertreter ab Gruppenliga aufwärts am Wochenende Aufgaben vor der Brust, die eine ordentliche Ausbeute versprechen.

Hessenliga

SC Hessen Dreieich – TuS Dietkirchen (Sa., 15 Uhr): Die gegenseitigen Huldigungen flogen beim Trainergespräch am Mittwochabend von der einen auf die andere Seite, und das aus gutem Grund. „Hier haben schon andere Mannschaften Punkte liegen lassen, und es werden weitere hinzukommen“, lobte Max Martin, der Trainer des SV Walldorf, nach dem 3:2-Sieg seiner Mannschaft die Heimstärke des TuS Dietkirchen. Sein Gegenüber Thorsten Wörsdörfer konterte: „Nicht alle Gegner haben das Niveau von Walldorf. Wenn wir in anderen Partien so spielen, werden wir unsere Punkte holen.“ Der nächste Gegner ist aber noch einmal ein ganz anderes Kaliber. „Wir haben viel zu gewinnen – nämlich drei Punkte. Und nichts zu verlieren“, sagt Wörsdörfer vor dem Gastspiel beim Tabellenzweiten SC Hessen Dreieich, bei dem der ehemalige Frankfurter Bundesligaspieler Patrick Ochs die Sportliche Leitung trägt und der unlängst Marc Wachs verpflichtete, der in der abgelaufenen Saison noch bei Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden unter Vertrag stand. Die wesentliche Personalie in Dietkirchen ist in diesen Tagen Torhüter Raphael Laux. Der 29-Jährige muss mit einer Knieverletzung voraussichtlich bis Ende November pausieren. Sein Stellvertreter Max Gotthardt bestand die Feuertaufe gegen Walldorf. – Redaktionstipp: 3:0

SV Hadamar – FV Bad Vilbel (Sa., 15 Uhr): Die ganz Großen in der Fußball-Hessenliga sind für den SV Rot-Weiß Hadamar offenbar doch noch eine Nummer zu mächtig. Beim Meisterschaftsfavoriten SC Hessen Dreieich verloren die Westerwälder am Mittwoch mit 1:3, sodass sich der Trend der vergangenen Spielzeit fortsetzt, gegen die Spitzenteams zumindest vom Ergebnis her nicht viel ausrichten zu können. Aus den saisonübergreifend acht Begegnungen holte Hadamar gegen die Top-Fünf nur 5 von 24 möglichen Punkten. „Wir können die Mannschaften ganz oben in der Tabelle ärgern, aber ein Spitzenteam sind wir noch nicht", sagt Trainer Stefan Kühne, der nach einem leichten Training am Donnerstag seinen Mannen für Freitag frei gab und den Fokus auf die nächste vermeintlich einfachere Aufgabe am Samstag an der Faulbacher Straße lenkt. „Die Aufgabe ist es, die Jungs neu zu motivieren und sie mental frisch zu bekommen", beschreibt Kühne die Herausforderung, den FV Bad Vilbel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das macht die Partie für uns noch schwieriger als die gegen Dreieich." Die Elf aus der Wetterau feierte unter der Woche gegen den VfB Ginsheim ihren zweiten Saisonsieg (4:1). Beide gelangen auswärts. Eine deutliche Warnung für die Gastgeber. – Redaktionstipp: 4:1

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Verbandsliga

Germania Schwanheim – FC Waldbrunn (So., 14 Uhr): „Ja“, sagt Steffen Moritz nach dem 1:1 gegen den stark aufspielenden SV Niedernhausen, „mit dem einen Punkt können wir sehr gut leben. Wir sind personell einfach so geschwächt, dass 13 Punkte fast schon sensationell sind“. Von dieser Ausbeute träumt Germania Schwanheim. Der Vorletzte hat erst vier Zähler geholt, zu Hause noch nicht einen, aber bereits 27 Gegentreffer gefangen. Ob der Tabellenstand wirklich das Leistungsniveau des Gegners anzeigt: „Keine Ahnung. Ich kann es nur hoffen“, spekuliert Waldbrunns Trainer auf eine größere Ausbeute als am Mittwoch. – Redaktionstipp: 1:3.

RSV Weyer – SV Niedernhausen (So., 15 Uhr): Entwarnung beim RSV Weyer. Der Corona-Verdachtsfall in Reihen der Grün-Weißen hat ein negatives Testergebnis bekommen, wie Abteilungsleiter Jürgen Erlemann mitteilte. Nach dem Ausfall am Mittwoch geht es für den Tabellenfünfzehnten gegen den nur zwei Plätze und einen Zähler besseren SV Niedernhausen. Der hat unter der Woche beim 1:1 in Fussingen einen glänzenden Eindruck hinterlassen. „Wir wollen punkten“, bringt RSV-Trainer Frank Wissenbach Wunsch und Forderung auf einen Nenner. – Redaktionstipp: 1:3

Gruppenliga

FC Eddersheim II – RSV Würges (So., 15.30 Uhr): Dass Eddersheim II noch einmal in der Abwehr so unsortiert auftritt wie beim 2:6 am Mittwoch bei der SG Selters, ist unwahrscheinlich, es zeigt aber, dass die Reservisten in diesen Tagen verwundbar sind. Für den RSV Würges ist nach dem turbulenten 2:2 in Diedenbergen mit der roten Karte für Trainer Hussen Harmouch auf jeden Fall was drin beim Sechsten. – Redaktionstipp: 2:2

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FC Dorndorf – TSV Bleidenstadt (So., 15.30 Uhr): Das 1:0 gegen Niederhöchstadt hat den FC Dorndorf auf Position fünf mit nur noch zwei Punkten Rückstand auf den zweiten Rang katapultiert. Gegen den zehn Plätze schlechteren TSV Bleidenstadt sollte für die Minimalisten der Liga – acht Gegentreffer bedeuten Topwert, neun Tore hingegen die zweitschlechteste Ausbeute – der vierte Heimsieg herausspringen. – Redaktionstipp: 3:0

SG Selters – TSG Wörsdorf (So., 15.30 Uhr): „Es ist schön, zu sehen, welchen Reifeprozess unsere Spieler in den letzten Wochen hinlegen“, sagt Patrick Jahn nach dem vierten Sieg in Folge und dem Sprung auf Platz neun. Kein Grund für den Trainer der SG Selters, um abzuheben: „Mit Wörsdorf kommt nun ein Gegner, der von den Namen her unter die Top 3 gehört. Wir fahren gut damit, weiterhin nur auf uns zu schauen. Wir hoffen, dass wir auch im letzten Spiel in Niederselters was mitnehmen können.“ Torwart Nicholas Schardt ist wieder dabei, während Yannik Walli, Tom Rieth und Luis da Conceicao weiter fehlen.“ – Redaktionstipp: 1:1.

FSV Hellas Schierstein – SV Hadamar II (So., 15.30 Uhr): Wer nichts mit dem Abstieg zu tun haben will, der sollte beim Schlusslicht dreifach punkten. Schierstein stellt mit schon 42 Treffern in sieben Partien die Schießbude der Liga und könnte ein gefundenes Fressen für die Hadamarer Offensivkräfte sein. – Redaktionstipp: 1:4