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Vandalen hinterließen auf dem Sportplatz des TuS Dehrn ihre Spuren. Foto: TuS Dehrn

Wie schön unkompliziert es doch ist, über den Fußball und seine Vereine im Kreis Limburg-Weilburg zu berichten. Ein Anruf, eine Mail oder auch einfach eine WhatsApp und...

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WIESBADEN. Wie schön unkompliziert es doch ist, über den Fußball und seine Vereine im Kreis Limburg-Weilburg zu berichten. Ein Anruf, eine Mail oder auch einfach eine WhatsApp und schon bekommt der Lokalsportredakteur Antworten auf seine Fragen. Nun gehört es auch zum Job, über die Jungs zu berichten, die es ins Profigeschäft gepackt haben. Total angenehm war da der Kontakt mit dem SC Paderborn, als dort der Heringer Jan-Luca Rumpf noch in der Bundesliga spielte. Auch der SV Wehen Wiesbaden war schon zu Zweitliga-Zeiten immer ein guter Ansprechpartner – und ist es freilich auch in Liga drei noch. Spätestens zwei, drei Stunden nach der Anfrage kam die Rückmeldung aus Ostwestfalen und der Landeshauptstadt.

Vandalen hinterließen auf dem Sportplatz des TuS Dehrn ihre Spuren. Foto: TuS Dehrn
Mit diesem Post auf ihrer Facebook-Seite würdigte die Frankfurter Eintracht, dass Elias Bördner erstmals bei einem Bundesliga-Spiel zum Aufgebot gehörte.  Screenshot André Bethke

Nun begleiten wir schon seit vielen Jahren die tolle Entwicklung von Elias Bördner und freuen uns, wenn wir den Lesern über den nächsten Karrieresprung des jungen Haintcheners bei Eintracht Frankfurt berichten können. So wie über seine erste Teilnahme an einem Trainingslager der Profis, seinen Aufstieg zur Nr. 3 und seinen ersten Testspieleinsatz für die Elf von Trainer Adi Hütter. Als der am 20. Februar 19 Jahre alt werdende Schlussmann am vergangenen Samstag nun beim 3:1 gegen Hertha BSC Berlin durch die Verletzung von Markus Schubert in der Bundesliga erstmals auf der Bank saß, war das natürlich ein Anlass, um bei der für den U19-Spieler zuständigen Pressestelle um grünes Licht für ein Interview zu bitten. So läuft das nämlich auf dieser Ebene. Die Fragen müssen vorher abgesegnet werden und die Antworten im Nachgang auch. So weit kein Problem. Also gingen am Montagmorgen diese unverfänglichen Fragen per Mail auf den Weg Richtung Riederwald: Wann hast du von deiner Nominierung erfahren und wer hat es dir mitgeteilt? Was waren deine ersten Gedanken? Wie hast du das Spiel erlebt? Wie würdest du derzeit deine Form bewerten, immerhin fehlt dir ja ein wenig die Spielpraxis durch die lange Pause der U19? Weißt du schon, ob du auch in Hoffenheim wieder auf der Bank sitzt? Und wo wir schon mal dabei waren, wollten wir von den Kollegen auch wissen, wie es mit Elias Bördner weitergeht. Bekommt er einen Profivertrag? Bekommt er einen Vertrag und wird danach verliehen, um Spielpraxis zu bekommen. Oder wird er gar abgegeben? Nun sind vier Tage ins Land gezogen, eine Antwort aus Frankfurt aber kam nicht. Nicht mal eine Absage. So konnte ich mein Versprechen gegenüber dem netten Herrn aus Haintchen, der immer mal wieder in der Redaktion durchklingelt, um darum zu bitten, was über den Jungen aus dem eigenen Dorf zu schreiben, nicht einlösen. Vielleicht sind diese Zeilen ja ein kleiner Ersatz.

Schadensersatz würde der TuS Dehrn gerne geltend machen für die tiefen Spuren, die Vandalen auf dem Sportplatz an der Lahnbrücke hinterlassen haben. In der Zeit zwischen dem 27. Januar und dem 1.Februar drehte offenbar ein Pkw auf der durch das nasse Wetter tiefen Rasenfläche seine Runden. Wie langweilig muss es einem sein, um auf solche Ideen zukommen? Als ob die Vereine in Zeiten wie diesen nicht schon genug andere Sorgen hätten.

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Kein materieller Schaden aber ist vergleichbar mit dem, was die Vereinsfamilie der SG Kirberg/Ohren in der vergangenen Woche verloren hat. Ein Horrorcrash auf der Landstraße zwischen Eschhofen und Lindenholzhausen riss am Donnerstagmorge einen Spieler des Kreisoberligisten aus dem Leben. Der 20-Jährige verstarb noch an der Unfallstelle. Sein ein Jahr älterer Beifahrer wurde aus dem Wagen geschleudert und mit schweren Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Gießen geflogen. Sein Zustand soll sich mittlerweile stabilisiert haben. Der Familie des Verstorbenen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme.

Ich hoffe, dass Sie diese Zeilen bei guter Gesundheit gelesen haben, wünsche Ihnen weiterhin alles Gute und ein schönes Wochenende!

Von André Bethke