Erbacher Derby in der A-Liga Odenwald im Sportpark

Inter Erbach sieht sich im A-Liga-Heimspiel gegen den TSV Günterfürst in der Rolle des Außenseiters. Beide Mannschaften sind schlecht gestartet.

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ERBACH. Schwierige Zeiten für Inter Erbach in der Fußball-Kreisliga A: In den bisherigen fünf Spielen erkämpften die Kreisstädter lediglich einen Punkt. Am Sonntag, 8. September (Anstoß 15 Uhr), steht nun auch noch das Erbacher Lokalderby gegen den TSV Günterfürst im Sportpark an, der ebenfalls schwach aus den Startlöchern kam.

Inter Erbach verlor fast eine komplette Mannschaft in der Sommerpause. Genau genommen verließen den Kreisstadt-Klub neun Stammspieler – aus den unterschiedlichsten Gründen. „Einerseits macht es uns stolz, dass andere, vor allem höherklassige Vereine, an unseren Spielern Interesse haben, andererseits zeigt dieser Spielerschwund auch, dass es so etwas wie Identifikation mit Inter nicht mehr gibt. Es ist mir aber wiederum gelungen, mehrere junge Fußballer von einem Engagement bei uns zu überzeugen, die allerdings noch viel lernen müssen und uns deswegen auch nicht in der Spitzengruppe der A-Liga werden halten können“, sagt Ayhan Ari zur Situation in seinem Verein.

Erste kleine Fortschritte sah Erbachs Trainer beim Gastspiel bei der SG Rothenberg, wo seine Schützlinge 65 Minuten lang ein 1:1 hielten, danach aber noch einbrachen und 2:5 unter gingen. „Wir spielen in dieser Spielzeit nur um den Klassenerhalt, wollen am Ende mindestens drei Mannschaften hinter uns lassen, damit uns die Kreisliga A zur Weiterentwicklung erhalten bleibt“, sei das vordringliche Ziel von Inter. Wie lernfähig die Erbacher auftreten können, zeigte sie in der letzten Begegnung beim FC Finkenbachtal (1:2): „Dort hätten wir gewinnen können, haben dort sogar phasenweise dominiert. Besonders bitter war in diesem Spiel, dass wir mit Enes Ücüncü und Sinan Yasar Boz unsere beiden erfahrensten Spieler durch Verletzung verloren. Hinzu kamen ein Stellungsfehler und ein ganz spätes Gegentor, nach dem wir nicht konsequent genug einen schwierigen Ball klären konnten, der uns den Spielverlust kostete“, sagte Ayhan Ari, dem sehr wohl bewusst ist, welch schwierige Saison der Mannschaft von Inter bevorsteht: „Wir stecken in Abstiegsgefahr, kennen aber auch unser Potential sehr genau. Und damit gehen wir auch in das Derby mit dem TSV Günterfürst, der vielleicht nicht gut gestartet ist, aber ich warne davor, diese Mannschaft zu unterschätzen. Die Günterfürster gehören weiter zu den Spitzenteams der A-Liga, gegen den wir nur als Außenseiter in das direkte Duell gehen. Zudem muss ich einige Spieler ersetzen, die sich verletzt haben und auf dem Platz schwer zu ersetzen sein werden. Darüber hinaus fehlt einigen Neuen bei uns die Erfahrung im taktischen Spielverhalten. Somit dürfte klar sein, dass unsere Probleme deutlich größer sein werden als die des Gastes“, sagte der Coach abschließend.

Der TSV Günterfürst verlor bislang alle drei Heimspiele. Auswärts dagegen ist die Mannschaft aus dem Erbacher Stadtteil noch unbesiegt: Einem 3:3 bei der SG Rothenberg folgte der einzige Saisonsieg beim FC Finkenbachtal (1:0). Der TSV wird in dieser Situation die neue Inter-Mannschaft sicherlich nicht unterschätzen, die ihr Steigerungspotenzial schon hat aufblitzen lassen. Mit Wilson Machado Parol steht zudem auch ein ballgewandter Brasilianer in den Reihen von Inter, dem aber manchmal noch die taktische Spieldisziplin fehlt.