Herausforderung für die FSV Erbach in der A-Liga Odenwald

Der Tabellenfünfte FSV Erbach erwartet an diesem Sonntag den Tabellenzweiten aus Rimhorn.

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ERBACH. Die FSV Erbach ist in der Fußball-Kreisliga A gut aus den Startlöchern gekommen: Nach sechs Spieltagen stehen die Kreisstädter auf dem fünften Tabellenrang und empfangen am Sonntag, 15. September, den Zweiten FC Rimhorn.

Der gute Start der Erbacher ist sicherlich nicht zu erwarten gewesen, verließen doch in der Sommerpause neun Spieler den Verein. Das war für Trainer Husam Sanori keine einfache Aufgabe, innerhalb weniger Wochen wieder ein funktionierendes und spielstarkes Team auf den Platz zu bringen. Der Saisonbeginn hätte sogar noch besser ausfallen können: In Hainstadt und Beerfelden wurde verloren, beim TV Hetzbach 3:3 gespielt.

„Ich bin dennoch ganz zufrieden. Alles läuft ganz gut, und die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut“, sagt Husam Sanori, dem besonders das Spiel bei seinem alten Klub TV Hetzbach im Magen liegt: „Wir gehen in Hetzbach zwei Minuten vor Spielende mit 3:2 in Führung, und anschließend spielen die Hetzbacher einen langen Ball auf ihren Spielertrainer Kevin Ihrig, der im Aus landet. Unser Torwart legt sich den Ball hin und will Abstoß machen. Doch Hetzbachs Spielertrainer schiebt den Ball in unser Tor – und der Schiedsrichter erkennt diesen Treffer an. Das war natürlich ein Riesentheater. Auch wenn sich die Hetzbacher Verantwortlichen später ihr Bedauern äußerten und auch der Schiedsrichter meinte, er hätte wohl anders entscheiden müssen, so waren die zwei wichtigen Punkte weg.“

Auch in Hainstadt waren drei Zähler drin: „Wir müssen einfach unsere Chancen konsequenter nutzen, dann nehmen wir auch in Hainstadt etwas mit. Eigentlich müssen wir in Hainstadt gewinnen, obwohl ich Spielmacher Osman Abravci, Torjäger Jozo Parlov, Innenverteidiger Philipp Becker und Orhan Ersoy ersetzen musste.“ Die Personalnot war so hoch, dass die Erbacher sogar ihren Trainer aufbieten mussten, der sich dann auch in der 82. Minute selbst einwechselte. Am Ende standen aber nicht die drei angestrebten Punkte, sondern eine bittere 1:2-Niederlage.

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Die FSV und ihr Trainer will sich von den letzten Punktverlusten aber nicht Motivation rauben lassen: Auch wenn am Sonntag der FC Rimhorn im Sportpark gastiert, der die ersten fünf Spiele souverän gewann und erst am vergangenen Samstag gegen Aufsteiger TSV Hainstadt nach 3:1-Führung noch in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen musste. Für die Erbacher wird dieses Spiel zu einer richtigen Herausforderung: Besonders in der Defensive haben sich die Rimhorner durch Zugänge stark verbessert und mit Robin Breunig (9 Tore) einen Angreifer erhalten, der im Abschluss sehr stark ist, gerade bei Standardsituationen.

„Wir werden sicherlich nicht in Ehrfurcht erstarren“

„Wir haben gegen Rimhorn ja nichts zu verlieren. Wir werden am Sonntag sicherlich nicht in Ehrfurcht erstarren, gehen ganz selbstbewusst an diese Aufgabe heran“, sagt Husam Sanori zum Duell mit dem Tabellenzweiten. Vielleicht kann der Erbacher Coach wieder auf Diyar Abravci zurückgreifen, der in Hainstadt ein Tor erzielte und für die Erbacher Mannschaft gegen Rimhorn eine willkommene Verstärkung wäre mit seiner Schnelligkeit, Zweikampf- und Kopfballstärke.