Hessenpokalsieger 2020: Der TSV Steinbach Haiger hat es...

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Mann des Spiels: Sören Eismann (M.) erlöst mit seinem Treffer den TSV Steinbach Haiger am Bornheimer Hang. Foto: Björn Franz

Der TSV Steinbach Haiger hat es geschafft: Durch einen 1:0-Sieg über den FSV Frankfurt feiert der Club den Hessenpokal-Triumph. Den Weg ebnete ein TSV-Akteur, der sonst nicht...

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FRANKFURT. Der TSV Steinbach Haiger hat es geschafft. Im Finale des Hessenpokals bezwang das Team von Trainer Adrian Alipour den FSV Frankfurt mit 1:0 (1:0). Den Weg zur Wiederholung des Triumphes von 2018 ebnete Sechser Sören Eismann mit seinem ersten Tor im TSV-Trikot überhaupt. Nun wartet auf die Steinbacher in der 1. Runde des DFB-Pokals am Wochenende 11. bis 13. September (noch nicht endgültig terminiert) Zweitligist SV Sandhausen.

Die Partie am Bornheimer Hang, der Heimspielstätte des FSV Frankfurt, begann furios. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da erhielten die Steinbacher eine Freistoßchance aus guter Position. Zentral, knapp 20 Meter vor dem FSV-Kasten. Aber Sören Eismanns Schlenzer fischte Frankfurts Torwart Kenan Mujezinovic noch aus dem Winkel. Die frühe Gelegenheit setzte aber den Ton für nahezu die komplette Spielzeit. Die Steinbacher gaben den Ton an, die Frankfurter lauerten auf Konter. Nach 18 Minuten wurde Kevin Lahn im Frankfurter Strafraum von den Beinen geholt, doch der Pfiff von Johannes Frohnapfel blieb aus, Lahns Protest hielt sich aber ebenso in Grenzen. Nach der anschließenden Ecke des TSV wollten die Steinbacher Spieler ein Handspiel eines Frankfurters gesehen haben - erneut blieb der Pfiff aus. Frankfurt wurde wenn überhaupt nur durch Vorstöße von Ihab Darwiche gefährlich, doch der Offensivmann der Bornheimer verzog stets, ganz gleich wie viel Raum ihm die Steinbacher Defensive auch ließ. Doch mit zunehmender Dauer verflachte die Partie vor der Pause.

Partie verläuft ruppig und einseitig

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Die dickste Chance zur Führung für die Alipour-Elf hatte Sascha Marquet. Doch in leichter Rücklage ging sein Schuss aus zentraler Position deutlich drüber (25.). Frankfurt setzte dem Ballbesitzspiel der Steinbacher robusten Körpereinsatz entgegen. Viel mehr fiel den Frankfurtern aber nicht ein. Entsprechend überfällig war der Treffer der Steinbacher. Ausgerechnet Sören Eismann, bislang ohne Treffer im Steinbach-Trikot war in der 43. Minute im Strafraum zur Stelle und drückte den Ball zum erlösenden 1:0 über die Linie.

Nach der Pause änderte sich am Bild kaum etwas. Steinbach hatte die Partie im Griff, Frankfurt agierte enorm körperbetont. Christian März hätte in der 58. Minute für Steinbach erhöhen können, doch sein flacher Distanzschuss ging knapp vorbei. Das Heimteam von Trainer Thomas Brendel blieb dagegen erstaunlich blass, dafür dass es in diesem Spiel immerhin um den Hessenpokal ging. Raphael Koczor im TSV-Kasten wurde über 90 Minuten nicht einmal ernsthaft geprüft. Zu allem Überfluss beendete Frankfurt die Partie mit zehn Mann, nachdem Innenverteidiger Dominik Nothnagel in der Nachspielzeit Gelb-Rot gesehen hatte. Die Steinbacher taten ihrerseits nach der Pause nicht mehr als nötig und feierten am Ende einer ruppigen, wie einseitigen Partie auf dem Rasen in Bornheim den zweiten Hessenpokaltitel ihrer Geschichte gemeinsam mit den wenigen, aber lautstarken mitgereisten Fans.

TSV Steinbach Haiger: Koczor - Strujic, Schüler, Kirchhoff, Bradara - Bender (79. Bisanovic), Eismann - Marquet, März, Lahn (70. Ilhan) - Wegner (82. Eisele).

FSV Frankfurt: Mujezinovic (74. Endres) - Williams, Nothnagel, Sierck, Mangafic - Bazzoli, Azaouagh - Straub (71. Häuser), Darwiche - Hirst, Alawie (67. Güclü). Schiedsrichter: Frohnapfel (SV Welkers) - Zuschauer: 249 - Tor: 0:1 (43.) Eismann. - Gelb-Rote Karte: Nothnagel (90.2).

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Von Tim Georg