Der erste Härtetest für die Rhein-Neckar Löwen

Der SC DHfK Leipzig in der Vergangenheit stets ein unangenehmer Gegner für die Mannheimer Bundesliga-Handballer, die in de SAP-Arena erneut vor leeren Sitzen spielen müssen.

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MANNHEIM. (bore). Es ist das zweite Heimspiel in Folge – und erneut ohne Zuschauer. Die Bundesliga-Handballer der Rhein-Neckar Löwen empfangen am Donnerstag, 19 Uhr, den SC DHfK Leipzig in der Mannheimer SAP-Arena. Es könnte der erste richtige Härtetest in der Liga werden.

Mit dabei bei den Löwen wird erstmals Nikolas Katsigiannis sein. Der Achtunddreißigjährige ist seit Dienstag – wie berichtet – unter Vertrag. Wie der THW Kiel, der mit Oldie Mattias Andersson einen Ersatz für den verletzten Niklas Landin holte, legten auch die Mannheimer auf der Torhüterposition aus gleichem Grund mit einem Routinier nach. Die Löwen verpflichteten den Ex-Keeper des HC Erlangen, weil Stammtorwart Mikael Appelgren nach einer Schulteroperation länger ausfällt. „,Katze‘ kennt die Liga und ist sehr erfahren“, sagte der Sportliche Leiter Oliver Roggisch über den Neuzugang.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie fit Katsigiannis, der fünf Länderspiele für Deutschland absolvierte, tatsächlich ist. Er hat schon lange kein Spiel mehr bestritten oder trainiert. Zwischen den Pfosten stand bei den Löwen zuletzt Talent David Späth, der eigentlich bei der U 19 sowie der zweiten Mannschaft in der Dritten Liga zu Hause ist.

Am Donnerstag müssen die Badener weiter auf Kreisläufer Jannik Kohlbacher und den Schweden Jesper Nielsen verzichten. Insgeheim rechnen die Löwen, dass beide erst 2021 wieder auf dem Spielfeld stehen.

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Gegner SC DHfK Leipzig hat die Qualifikation für den Europacup als Saisonziel. Dafür müssen die Sachsen unter die besten fünf Mannschaften der Liga kommen. Das Team von Trainer Andre Haber hat einige Abgänge zu verzeichnen. So ging Nationalspieler Franz Semper zur SG Flensburg-Handewitt. Neu ist unter anderem Martin Larsen. Der Däne, der für sein Land in der A-Auswahl spielt, kam aus Pays d’Aix, Frankreich, und wurde für den rechten Rückraum verpflichtet.

Mit 5:1 Punkten sind die Leipziger gut gestartet. Ärgerlich war allerdings das 24:24 zuletzt gegen die Füchse Berlin. Da verspielte Leipzig in den letzten zwei Minuten eine 24:22-Führung. „Leipzig war in der Vergangenheit immer sehr unangenehm“, glaubt Löwen-Kapitän Andy Schmid an eine schwierige Heimaufgabe, zumal die Löwen wieder ohne Unterstützung der Zuschauer agieren müssen. Rechtsaußen Patrick Groetzki sprach in diesem Zusammenhang jüngst von „Wettbewerbsverzerrung“.