3. Liga vordem Aus?

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WETZLAR. Das wäre eine faustdicke Überraschung. Denn nach Informationen des Internet-Portals handball-world.de plant der Deutsche Handball-Bund (DHB) eine Reform für den Frauenhandball. Wie das Portal vermeldet, möchte der DHB ab der Saison 2024/25 die 3. Bundesliga abschaffen. Die Folge sei neben der Bundesliga zukünftig eine 2. Bundesliga mit zwei Staffeln. Anschließend würde schon die Oberliga, die von den jeweiligen Landesverbänden verwaltet wird, kommen.

Die Verantwortlichen halten sich zu diesem Thema bedeckt, allerdings lässt sich Axel Kromer, Vorstand Sport beim DHB, in einer Pressemitteilung so zitieren: "Das Ligen-System bleibt auch nach dem mittelfristigen Wegfall der 3. Liga durchlässig, so dass weiterhin Mannschaften aus den Oberligen in die 2. Liga aufsteigen können."

Doch warum überhaupt das Spielgeschehen auf den Kopf stellen? Offenbar ist der nur mäßige Erfolg der Frauennationalmannschaft in den vergangenen Jahren der entscheidende Grund, etwas zu verändern. So betont DHB-Präsident Andreas Michelmann in der Meldung: "Wir haben Nationalmannschaften und Ligen unserer internationalen Konkurrenz analysiert und festgestellt, dass es zwischen deren Qualität und Erfolgen in der Regel einen direkten Zusammenhang gibt."

Die Abschaffung der 3. Liga hätte erhebliche Konsequenzen für Hessen. Denn mit der HSG Kleenheim/Langgöns, der HSG Lumdatal, der HSG Gedern/Nidda, dem SV Fritzlar, der TSG Eddersheim, der HSG Rodgau Nieder-Roden und der SG Kirchhof kommen gleich sieben Teams aus dem Bundesland. Es ist fraglich, ob alle Vereine die finanziellen Mittel haben, um sich für die 2. Bundesliga zu qualifizieren.