29. Obernhainer Volkslauf: Nicht nur der Sieger ist neu

Ein Trio kämpft beim Anstieg "Am Löschteich" um Rang drei in der Gesamtwertung, den sich schließlich Lokalmatador Johannes Groffmann (Mitte) mit 33:02 Minuten (1. M30) holt. Gunnar Dusa (LLG Wonnegau/re) wird mit 33:15 Minuten Fünfter (1. M50), der Wehrheimer Kai Kühnel (Skills 04 Frankfurt/li) kommt mit 33;05 Minuten (3. M20) auf Rang vier. Foto: kie

Jonas Simon gewinnt auf neuer Strecke den 29. Obernhainer Volkslauf. Marisa Friedrich gewinnt die Frauen-Wertung.

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OBERNHAIN. Beim 29. Obernhainer Volkslauf, gleichzeitig zweites Wertungsrennen im Taunus-Cup, gab es einige Neuerungen. Angefangen bei der Strecke. Der "alte" Kurs über zehn Kilometer musste aus organisatorischen Gründen gekürzt werden und ist jetzt nur noch neun Kilometer lang. Das sportliche Geschehen bestimmte auch ein Neuling. Jonas Simon (LG Eder/M20) hatte eine überaus gelungene Premiere bei der erneut gut organisierten Veranstaltung in dem kleinen Ort am Fuße der Saalburg. Mit flotten 30:01 Minuten, das entspricht einem flotten Durchschnittstempo von 3:20 Minuten pro Kilometer, brauchte Simon keinen Gegner zu fürchten.

Auf der ersten von drei zulaufenden Runde war noch Mohamed Razik (LG Eintracht Frankfurt) vorne mit von der Partie, musste dann aber abreißen lassen und wurde mit fast einer Minute Rückstand (31:03 Minuten) Zweiter. Das Podium der ersten drei komplettierte Lokalmatador Johannes Groffmann (TV Obernhain), der in 33:02 Minuten auch gleichzeitig schnellster M30er im Feld war. Der Wehrheimer Kai Kühnel (Skills 04 Frankfurt) fand sich mit 33:05 Minuten (3. M20) auf Position vier wieder. Olaf Wickenhöfer (LG Eder/6.), Sportlehrer an der Adolf-Reichwein-Schule in Neu Anspach, trug sich nach 33:36 Minuten bei den M50ern in die Siegerliste ein. Daniel Rösch (SG Hausen/7.) machte sich nach 33:56 Minuten als Zweiter der M40 auf den Heimweg und Benjamin Hartmann (HSC Bad Homburg/8.) komplettierte mit 34:02 Minuten als Zweiter der M30 die Top-Ten aus lokaler Sicht. Altersklassensiege gab es noch für den Bad Homburger Axel Magdeburg (36:03 min.) in der M45, Michael Bibrowski (Usinger TSG/42:24 min.) bei den M55ern, den Grävenwiesbacher Robert Blum (42:27 min.) in der M65 sowie Gerd Schiefer (SG Anspach/49:59 min.) bei den "Oldies" der M70.

Bei den Frauen ging der Gesamtsieg mit 37:41 Minuten vollkommen ungefährdet an Marisa Friedrich (W20). Die junge Wehrheimerin war bereits 2017 in Oberhain erfolgreich, konnte letztes Jahr ihren Titel aber krankheitsbedingt nicht verteidigen. Auch Platz zwei blieb in der Taunusregion. Ulrike Kaboth (TuS Weilnau/35) hatte mit 40:19 Minuten jedoch schon einen größeren Rückstand. Platz zwei in der W20 ging, wie bereits schon im Vorjahr, an Ruth Sophia Ebert (TV Obernhain/42:13 min.). Bronze in dieser Klasse wurde mit 42:25 Minuten eine Beute von Nicole Cernic (4. Gesamt). Heidemarlen Büttgens (Oberursel/5.) war nach 43:02 Minuten (4. W20) im Ziel, Stefanie Cernic (TVO/6.) sammelte mit 43:25 Minuten (5. W20) wichtige Punkte für die Cup-Wertung und Teamkollegin Ruth Jones (43:54 Minuten) durfte in der Altersklasse W55 ganz oben aufs Treppchen klettern.

"Wir hatten uns für einen etwas modifizierten Kurs auf Teilen der bekannten Strecke entschieden, bei dem nicht mehr so viele Kreuzungen oder Einmündungen von Straßen tangiert wurden. Durch behördliche Auflagen hätten wir jede Kreuzung mit einem Posten besetzen müssen. Das hätte über den Nachmittag verteilt rund 15 fest gebundene Helfer bedeutet. Nicht gerade wenig für einen kleinen Verein. Nachdem der neue Kurs dann fix war, musste nochmals umgebaut werden. Die äußere Ecke unserer Runde führt am Hessenpark vorbei. Hier wurde aber eine große Wiese für den am gleichen Tag stattfindenden Europatag als Parkplatz benötigt. In Absprache mit dem sehr kooperativen Team vom Hessenpark haben wird dann kurz vor diesem Parkplatz einen Wendepunkt eingebaut", berichtete Stefan Ebert von der Leichtathletik Abteilung über die diesmal umfangreichen Orga-Arbeiten im Vorfeld der bereits 29. Auflage der Veranstaltung. Ob der Wendepunktkurs für das 30-jährige Jubiläum beibehalten wird, ist vereinsintern noch nicht entschieden.

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Mit knapp 190 Meldungen bewegte man sich beim TVO quantitativ ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl das Wetter mit reichlich Regenschauern diesmal nicht besonders freundlich war. "Bis Mittwoch lagen wir bei den Voranmeldungen noch auf Rekordkurs, dann sahen die Wetterprognosen für Samstag richtig schlecht aus und die Meldungen waren in den letzten zwei Tagen stark rückläufig", bestätigt auch Christoph Döpgen, der die Onlinemeldungen bearbeitete. Weitere Infos zur Veranstaltung gibt es auch im Lokalteil.