Luzolo verpasst Einzug ins EM-Finale

Nicht weit genug: Maryse Luzolo hat den Einzug ins Weitsprung-Finale der Europameisterschaften 2020 verfehlt. Archivfoto: kie

Hochtaunus-Weitspringerin Maryse Luzolo (Königsteiner LV) muss nach Wettkampftag eins der Europameisterschaften im polnischen Torun die Spikes wieder einpacken. Sogar...

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HOCHTAUNUS. Die Ausgangslage für die Weitspringerinnen bei den Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun war klar. Mindestens eine Weite von 6,70 Meter springen, dann wäre man direkt ins Finale gekommen oder nach Beendigung des Vorkampfes zu den besten acht Athletinnen im Feld gehören. Mit dieser Vorgabe tat sich auch die europäische Elite schwer, denn lediglich Khaddi Sagnia (SWE/6,78 m) und Larissa Iapichino (ITA/6,70 m) kamen direkt weiter. Nach dem ersten Versuch sah es für Maryse Luzolo noch recht gut aus. Die Athletin im Trikot des Königsteiner LV hatte gleich einen gültigen Versuch, der bei 6,44 Metern gemessen wurde. Eine solide Weite, die Luzolo momentan eigentlich konstant abliefern kann und nach dem Ende des ersten Durchgang Platz fünf unter 17 Springerinnen bedeutete. In der zweiten Runde steigerte sich die KLVlerin dann leicht auf 6,47 Meter. Doch auch eine ganze Reihe an Konkurrentinnen legte nach. So lautete der Zwischenstand nach zwei von drei Sprüngen im Vorkampf Rang neun. Also immer noch in Reichweite einer Top-Acht-Platzierung, die für den Einzug ins Finale ausgereicht hätte. In der letzten Runde legte Luzolo dann zwar noch einen Zentimeter drauf, doch das war unterm Strich zu wenig. Wie schon öfters in den letzten Monaten ist die "Grundleistung" absolut solide, die Serien sind konstant und auch sicher. Es fehlt aber irgendwie endlich einmal ein Ausreißer nach oben. So war es diesmal für eine internationale Meisterschaft gar nicht so schwer, ins Finale zu kommen. Eine Weite von 6,55 Metern hätte ausgereicht. In diesen Bereich ist die DM-Dritte von Dortmund ja auch schon gekommen, als sie bei einem Meeting Mitte Februar in Frankfurt/Kalbach 6,53 Meter markierte. Ein kleiner Trost ist da sicherlich nur, dass sie nach zwei Sprüngen noch knapp vor Team-Kollegin Malaika Mihambo lag. Die Weltmeisterin von Doha hatte massive Probleme und zog mit für sie eher schwachen 6,58 Metern mit ihrem letzten Sprung (als dann Fünfte) noch in den Endkampf ein.