„Will meinen Platz in der Staffel nicht gefährden“

LEICHTATHLETIK Lisa Mayer verzichtet auf den Start über 200 Meter

Will sich bei der WM in London auf die Staffel konzentrieren: Lisa Mayer. (Foto: Witters)

Die Leichtathletik-WM in der englischen Hauptstadt wird also ohne einen Einzelauftritt der deutschen Jahresschnellsten über die halbe Stadionrunde stattfinden. Mit 22,64 Sekunden als Vorgabe hatte sich die Nieder-kleenerin eigentlich das Halbfinale als Ziel über ihre Paradestrecke vorgenommen, jetzt kommt es anders. Was sie zum Verzicht über die 200 Meter gebracht hat, verrät die Staffel-Weltmeisterin im folgenden Interview.

Lisa Mayer, Sie lassen die 200 Meter bei der WM aus. Warum?

Lisa Mayer: Ich konnte in den vergangenen Wochen aufgrund meiner Oberschenkelprobleme nicht so viele schnelle Sprints wie nötig realisieren. Mit Blick auf die Staffel hatten die Trainer Sorge, ob die Energie und die Akkus dann für insgesamt vier Läufe bei mir reichen. Ich will meinen möglichen Platz in der Staffel nicht gefährden. Wenn ich nach den 200 Metern platt gewesen wäre, dann hätte es mit einer Nominierung für die 4 x 100-Meter eng werden können. Deshalb ist diese Entscheidung definitiv die richtige.

Was rechnen Sie sich an Chancen aus, in der deutschen Sprintstaffel am Samstag bei der WM an den Start zu gehen?

Mayer: Ich denke, dass ich laufe. Die Trainer werden schon wissen, warum sie mich schonen. Sicher sein kann ich mir aber nicht, denn wir haben ein starkes Team. Da hat es jede verdient, für Deutschland in der Staffel zu laufen. Die Entscheidung fällt am Donnerstag oder Freitag.

Noch ein kurzes Statement von Ihnen zu Gina Lückenkemper und ihrem tollen Vorlauf in 10,95 Sekunden ...

Mayer: Unter elf Sekunden, das ist der Wahnsinn. Wir sind auf der Tribüne völlig ausgeflippt. Gina hat mehr als angedeutet, was sie drauf hat. Und uns als Team geben diese Zeit und ihr Auftritt noch einmal zusätzlich Rückenwind. Der Traum von einer WM-Medaille, den können wir verwirklichen.


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