Der Kampf um Platz zwei

Rollstuhlbasketball Mammutprogramm für den RSV Lahn-Dill beginnt in Trier

Unter Beobachtung: Die Wetzlarer Michael Paye (l.) und Annabel Breuer (r.) werden von Triers Dirk Passiwan verfolgt. (Foto: Diekmann)

Den Auftakt macht am Samstag um 18 Uhr in der Universitätssporthalle Trier das Bundesliga-Duell gegen die Doneck Dolphins, ehe in der kommenden Woche Spitzenreiter Thuringia Bulls und Anfang Februar mit in der Champions League Topteams wie Galatasaray Istanbul oder CS Meaux ihre Visitenkarte in Wetzlar abgeben.

Die Wetzlarer sind nach der 40:61-Schmach im Oktober auf Wiedergutmachung aus

Die Partie an der Mosel dürfte die Vorentscheidung um Platz zwei in der Bundesliga bringen, was wichtig für das Heimrecht im Playoff-Halbfinale ist. Aktuell rangieren die beiden alteingesessenen Erstligisten punktgleich mit jeweils drei Niederlagen auf den Rängen zwei und drei. Die Dolphins sind zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen, die letzte Heimniederlage quittierten die Gastgeber am 18. Februar 2017. Die bisherigen drei Niederlagen gab es in Hamburg, Thüringen und Zwickau. In Wetzlar dagegen feierten die Trierer am 21. Oktober des vergangenen Jahres einen 61:40-Erfolg und dies ohne selbst eine Topleistung abrufen zu müssen. Der RSV Lahn-Dill hatte an diesem Herbstabend einen absoluten Blackout in der Offensive, kam am Ende gerade einmal auf knapp 30 Prozent Trefferquote und hätte mit dieser Leistung wahrscheinlich gegen jedes Team der Liga den Kürzeren gezogen. „Trier auf 61 Punkte zu halten war absolut okay, aber bei einer solchen Offensivleistung kann man einfach nicht gewinnen“, bilanzierte Trainer Ralf Neumann.

Die Offensivstärke der Trierer basiert vor allem auf Topscorer Dirk Passiwan, der auch in dieser Runde mit durchschnittlich 28,7 Punkten pro Partie der Leistungsträger seines Teams ist. In dieser Spielzeit hat der Scharfschütze zudem ein Trio um sich, das die gegnerischen Abwehrreihen nicht aus den Augen lassen dürfen. Die beiden Nationalspielerinnen Diana Dadzite aus Lettland und Mariska Beijer aus den Niederlanden liefern eine bärenstarke Saison ab. Im Schnitt 13,4 beziehungsweise 10,3 Zähler steuern die beiden Internationalen bei und zusammen mit US-Boy Correy Rossi (10,2 Punkte) besitzt das Team gleich vier Akteure, die durchschnittlich zweistellig punkten.

„Wir wollen und wir werden natürlich am Samstag anders auftreten als zuletzt im Oktober“, verspricht Neumann, dessen Handschrift im RSV-Spiel mehr und mehr sichtbar wird: „Da bin ich gar nicht so gefordert, der Charakter der Mannschaft selbst ist so, dass jeder etwas gutmachen will.“ Vor allem durch Hiroaki Kozai, der im Hinspiel noch fehlte, können die Lahnstädter taktisch ganz anders agieren als zum Saisonstart und mit dem Trio Brian Bell, Thomas Böhme und eben Kozai ihr ganzes Tempo in die Waagschale werfen. Druck aus der Verteidigung und Geschwindigkeit dürften zu den Schlüsseln für einen erfolgreichen Auftritt an der Mosel zählen.

13. Spieltag: BSC Rollers Zwickau – RBB München Iguanas, Köln 99ers – Hannover United, Rhine River Rhinos Wiesbaden, Doneck Dolphins Trier – RSV Lahn-Dill (alle Sa.), Baskets 96 Rahden – RSB Thuringia Bulls (So.). (aj)


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