Glücklicher Sieg für den SC Waldgirmes

FUSSBALL SCW schlägt Hünfeld 3:1 und klettert auf Rang vier

Freude beim SC Waldgirmes nach der 1:0-Führung: Torschütze Volkan Oeztuerk (r.) und Kouami Dalmeida.  (Foto: Weis)

Es war das Ende einer Begegnung, die der Trainer des Fußball-Hessenligisten hinterher als „ungeheuer schwierig und anspruchsvoll“ bezeichnete und in der die Gastgeber, so Bulut, „am Ende wirklich glücklich“ als Sieger vom Platz gingen. Durch den 3:1 (1:1)-Erfolg über den Hünfelder SV kletterten die Lahnauer am Samstag auf den fünften Platz.

Dass die Partie gegen den Aufsteiger zäh werden könnte, hatte Bulut bereits unter der Woche vermutet. Zunächst allerdings waren die warnenden Worte des 37-Jährigen rasch vergessen. Keine drei Minuten waren gespielt, als Volkan Öztürk einen Strafstoß sicher zum 1:0 für die Schwarz-Roten verwandelte. Dem vorangegangen war ein von HSV-Schlussmann Sebastian Ernst abgewehrter Schuss von Tolga Duran und ein anschließendes Foulspiel des Keepers an Jafar Azizi. Die Gäste hatten bis zu diesem Zeitpunkt die Mittellinie gefühlt noch nicht einmal überschritten. Doch dies sollte sich ändern. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde musste der Waldgirmeser Angreifer Raoul Dalmeida nach einem unglücklichen Zusammenprall mit seinem Gegenspieler ausgewechselt und mit Verdacht auf eine Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Dies führte zu einem merklichen Bruch im Spiel der Lahnauer, der sich zunächst in wütenden Rufen von Bulut („Kein Ball kommt mehr an!“) und anschließend im vom Hünfelder Niclas Rehm erzielten Ausgleich ausdrückte (29.). Doch es kam noch dicker für den Vorjahresfünften: Nach einer zu kurzen Kopfballrückgabe von Oliver Schmidt stürzte Torhüter Fabian Grutza aus dem Tor und trennte Hünfelds Christoph Neidhardt unsanft vom Spielgerät, was Schiedsrichter Volker Höpp mit einem Strafstoß ahndete. „Für mich war das kein Elfmeter“, beteuerte Grutza später, der den schwach getretenen Versuch von Maximilian Fröhlich sogar festhalten konnte (36.). „Nach der Auswechslung von Raoul ging bei uns auf einmal gar nichts mehr. Da muss ich dann auch klar zugeben, dass Hünfeld danach lange Zeit die bessere Mannschaft war“, so Bulut später.

Im zweiten Abschnitt passierte bis auf einen Kopfballversuch von Lucas Hartmann (55.) und zwei von Grutza abgewehrten Schüssen von André Vogt auf der Gegenseite (70., 73.) zunächst einmal gar nichts. Dann jedoch hatte Hartmann seinen großen Auftritt: Nach einer scharf hereingegebenen Flanke von SCW-Rechtsverteidiger Marcel Siegel hob der für Dalmeida ins Angriffszentrum gerückte Rechtsfuß im Stile eines Torjägers ab, um das Leder knapp unter Kopfhöhe mit dem rechten Außenrist ins Netz zu bugsieren. Hünfeld drückte noch einmal auf den Ausgleich, kam allerdings zu keiner zwingenden Gelegenheit mehr. Es lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, als Siegel, freigespielt von einem umsichtigen Pass des eingewechselten Mert Ciraci, abermals rechts durchbrach und auf den Kopf von Tobias Schmitt flankte. Dieser beförderte das Leder im Rückwärtsfallen auf Duran, der aus kurzer Distanz für das erlösende 3:1 sorgte. „Am Ende fragt dich keiner mehr, wie die Punkte zu Saisonbeginn zustande gekommen sind. Hauptsache ist nur, dass du sie geholt hast“, meinte ein sichtlich erleichterter Daniyel Bulut nach dem Schlusspfiff – kurz nachdem er die Beckerfaust geballt und seine Freude über den zweiten Saisonsieg herausgeschrien hatte.

 

Waldgirmes: Grutza – Siegel, Strack, Lang, Schmidt, Öztürk (70. Ciraci) – Azizi, Golafra – Duran, Dalmeida (16. Schneider, 80. Schmitt), Hartmann.

Hünfeld: Ernst – Dücker, Faulstich, Rehm, Häuser – Rohde, Alles – Fröhlich (56. Kornagel), Vogt, Krieger – Neidhart (65. Schuch).

Schiedsrichter: Höpp – Zuschauer: 300 – Tore: 1:0 Öztürk (3., Foulelfmeter), 1:1 Rehm (29.), 2:1 Hartmann (76.), 3:1 Duran (90.+2) – gelbe Karten: Lang (Waldgirmes), Neidhardt (Hünfeld) – bes. Vorkommnis: Grutza (Waldgirmes) hält Foulelfmeter von Fröhlich (36.).


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