Krause zeigt trotz Sturz großen Kampf

LEICHTATHLETIK Dillenburgerin verpasst WM-Medaille über 3000 Meter Hindernis
Enttäuscht

Enttäuschung: Gesa Felicitas Krause hat im Londoner WM-Finale über 3000 Meter Hindernis viel Pech. (Foto: Thissen/dpa)

Schwach

Landet im Weitsprung auf Platz zehn: die aus Dornburg-Langendernbach stammende Claudia Salman-Rath. (Thissen/dpa)

Bild 1 von 2

Nach dem Sturz einer Konkurrentin und Rempeleien ging die Bronzemedaillen-Gewinnerin von 2015 schon in der ersten Rennhälfte zu Boden und fiel deutlich zurück. Die Kenianerin Beatrice Chepkoech, die in der zweiten Runde kurioserweise am Wassergraben vorbeigerannt war und wieder umdrehen musste, stolperte an einem Hindernis direkt vor Krause.

Mit viel Einsatz fand Krause, die für den Verein Silvesterlauf Trier startet, immerhin wieder den Anschluss an die Verfolgergruppe und überholte noch mehrere Läuferinnen. Das Rennen beendete sie acht Tage nach ihrem 25. Geburtstag in 9:23,87 Minuten.

Anzeige

"Es tut einfach weh, dass ich nicht eingreifen konnte"

"Das ist schwer in Worte zu fassen. Ich habe ein Jahr lang dafür trainiert. Es tut einfach weh, dass ich nicht eingreifen konnte", sagte Krause, die den Tränen nahe war, in der ARD und erklärte:  "Ich habe einen Schlag auf den Kopf bekommen. Auf dem ersten Kilometer war ich ganz schön benommen." Am rechten Knie hatte sich die Hindernisläuferin außerdem einen heftigen Bluterguss zugezogen.

Sie habe sich eigentlich dort gesehen, "wo jetzt meine beiden amerikanischen Mädels gelandet sind." "Das ist Hindernislauf, das kann passieren. Ich bin aber stolz auf mich, dass ich noch fertig gelaufen bin. Nach einem Tiefschlag kommt ein Hoch", meinte Krause

Gold gewann überraschend die US-Amerikanerin Emma Coburn in 9:02,58 Minuten vor ihrer Teamkollegin Courtney Frerichs in 9:03,77. Bronze holte die Titelverteidigerin und Olympia-Zweite Hyvin Kiyeng Jepkemoi aus Kenia.

Salman-Rath fehlen im Weitsprung nur zwei Zentimeter

Im Pech war auch die aus Dornburg-Langendernbach stammende Claudia Salman-Rath: Der 31-Jährigen fehlten im Weitsprung-Finale lediglich zwei Zentimeter für einen Platz unter den besten Acht – und damit drei weiteren Versuchen. Mit ihrem besten Sprung kam die Athletin der LG Eintracht Frankfurt auf 6,54 Meter.

"Ich glaube, ich hätte wohl einen Versuch mehr gebraucht. Das tut schon ein bisschen weh. Ich hätte so gerne sechs Versuche gemacht", sagte Salman-Rath in der ARD. Zuvor hatte die amtierende Deutsche Weitsprung-Meisterin in London im Siebenkampf den achten Platz belegt.

Im Weitsprung holte die US-Amerikanerin Brittney Reese mit 7,02 Meter ihren vierten Weltmeistertitel. Silber gewann Daria Klischina (7,00 Meter), die nach dem Doping-Skandal in ihrer russischen Heimat als neutrale Athletein antat. Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Tianna Bartoletta aus den USA landete mit 6,97 Meter auf dem Bronzerang. (hog)


Mit ePaper wird die Zeitung digital: Testen Sie jetzt das ePaper Ihrer Heimatzeitung zwei Wochen kostenlos!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2017
Mehr zum Thema
Kommentare (1)
Gesa Krause unsere Weltmeisterin der Herzen!
Mehr aus Sport aus der Region