Start verschlafen, Spiel verloren

HANDBALL  TV Hüttenberg unterliegt GWD Minden in der Bundesliga mit 26:30 (11:16)

Auf Biegen und Brechen: Hüttenbergs Mario Fernandes (r.) gegen den Mindener 2,02-Meter-Hüne Miljan Pusica. (Foto: Weis)

Mindener Wand: Torwart Espen Christensen pariert gegen Christian Rompf. (Foto: Weis)
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Es war bereits die fünfte Pleite in Serie für den Aufsteiger, der in der Handball-Bundesliga mit fünf eingefahrenen Punkten damit weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert.

Mappes: „Besonders in der ersten Halbzeit haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen“

„Besonders in der ersten Halbzeit haben wir unsere Grenzen aufgezeigt bekommen“, bilanzierte TVH-Spielmacher Dominik Mappes. „Wir haben den Anfang verschlafen. Das ist von Minden bestraft worden.“

Die Begegnung gegen Minden begann für die Hausherren in etwa so, wie das bittere Gastspiel bei der SG Flensburg-Handewitt vor neun Tagen aufgehört hatte: Die Hüttenberger bekamen in der Anfangsphase kein Bein auf den Boden und lagen nach einem Treffer des GWD-Halbrechten Christoffer Rambo nach vier Minuten bereits mit 1:3 zurück. Die Gastgeber hatten vor allem große Probleme damit, das Tempospiel der Ostwestfalen in der ersten und zweiten Welle sowie durch die schnelle Mitte zu unterbinden.

Nach einem weiteren Rambo-Treffer und einem Doppelpack des norwegischen Kreisläufers Magnus Gullerod legte TVH-Trainer Emir Kurtagic beim Stand von 2:7 nach acht Minuten zum ersten Mal die grüne Karte auf den Tisch der Zeitnehmer. Der gebürtige Bosnier brachte Tomas Sklenak für Sebastian Roth und Vladan Lipovina für Ragnar Johannsson, doch der erhoffte Effekt blieb zunächst aus. In der Offensive wurden die Hüttenberger Angriffe meist entweder vom GWD-Mittelblock um Gullerud und Miljan Pusica oder von Torhüter Espen Christensen entschärft, auf der Gegenseite brachte dagegen zuerst Matthias Ritschel und später Fabian Schomburg in der Anfangsviertelstunde kaum eine Hand an den Ball. Die Folge waren zwei Treffer von Mindens Spielmacher Dalibor Doder zum 14:5 und Kurtagics zweite Auszeit nach 20 Minuten.

Dann ging allerdings ein Ruck durch die in hellblauen Jerseys aufgelaufenen Hausherren. Nach fünf vorangegangenen Fehlversuchen der Hüttenberger erzielte Tobias Hahn nach 22 Minuten den ersten Treffer von den Außenpositionen zum 7:15, Schomburg parierte vier Bälle – und plötzlich stand es zur Pause „nur“ noch 11:16.

Die Blau-Weiß-Roten konservierten diesen Schwung und lagen nach Dominik Mappes‘ Treffer zum 13:16 drei Minuten nach dem Seitenwechsel nur noch mit drei Treffern zurück. Nach einem weiteren knallharten Abschluss des Hüttenberger Spielmachers war der TVH beim 16:18 dann kurzzeitig sogar auf Tuchfühlung zum Vorjahreszwölften. Der Neuling zeigte nun zwar ein deutlich verbessertes Rückzugsverhalten, schaffte es trotz eines enormen kämpferischen Aufwands jedoch nicht, die Partie zum Kippen zu bringen.

Vertrag mit Sklenak verlängert

So verkürzten die Gastgeber in der Schlussphase gleich mehrfach auf drei Treffer (19:22, 20:23, 22:25), ohne jedoch in den Folgesituationen das entscheidende Quäntchen Glück auf ihrer Seite zu haben. Als dann GWD-Linksaußen Luka Zvizej eineinhalb Minuten vor dem Ende zum 30:25 traf, war die Begegnung endgültig zugunsten der Grün-Weißen entschieden.

Bereits kurz vor dem Anwurf gab der TVH bekannt, den Vertrag mit Spielmacher Tomas Sklenak vorzeitig bis zum Juni 2020 zu verlängern.


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