Von der Lahn in die Welt

Tennis  Neunte Marburg Open steigen vom 30. Juni bis 7. Juli / Konkurrenz für das Turnier in der Unistadt

Nachfolger gesucht: Der Serbe Filip Krajinovic ist Gewinner der Marburg Open 2017. (Foto: Euler/dpa)

Der Serbe kam als Nummer 187 der Weltrangliste zu den Marburg Open und gewann das Turnier an der Lahn. Ein Vierteljahr später unterlag er beim Paris Masters im Palais Omnisports vor fast 15 000 Zuschauern in einem berauschenden Endspiel gegen Jack Sock (USA) nur hauchdünn und arbeitete sich auf Rang 33 vor. In Marburg stand ihm Cedric-Marcel Stebe gegenüber, der nach vielen Verletzungen wieder beschwerdefrei spielen konnte. Er begann das Jahr 2017 an Position 471 und beendete es als 78.

Vom 30. Juni bis zum 7. Juli findet die neunte Auflage der Marburg Open statt. Wer auf die Anlage des TV 1965 Marburg kommt, sieht hochkarätiges Tennis. Wie viele Turniere dort noch folgen werden, steht allerdings derzeit nicht fest.

Andere Städte sind an Ausrichtung interessiert

„Ich spreche mit beiden Vereinen, um mir ein Bild zu machen, welche Perspektive einem ATP Challenger mittelfristig geboten wird. Ich habe noch zwei Angebote von anderen Standorten für ein neues Challenger. Durch unser zweites Turnier, die Koblenz Open, die mit knapp 11 000 Zuschauern das weltweit drittmeist besuchte Challenger der 43 000-Euro-Kategorie sind, haben wir natürlich auf uns aufmerksam gemacht,“ sagt Turnierdirektor Heiko Hampl.

Im Ringen um ein Challenger gibt es immer mehr Städte, die Interesse zeigen nicht zuletzt weil die ITF Future, die Einstiegsturniere in den Profizirkus, ab 2020 keine Punkte mehr für die Weltrangliste vergeben dürfen und somit die Wertigkeit der Challenger steigt.

„Das Ziel ist es, das Turnier in Marburg zu halten. Es hat sich im Laufe der Jahre einen sehr guten Ruf erarbeitet. Letztlich werden aber die wirtschaftlichen Voraussetzungen entscheiden“, stellt Hampl fest. Den Reiz des Wettbewerbs macht für ihn das Qualitätsniveau der Protagonisten aus. „Die Challenger machen immer mehr Spaß, weil die Spielstärke so nah beieinander liegt. Man sieht einen Spieler und denkt, der gewinnt das Turnier und in der nächsten Runde fliegt er sang und klanglos raus.“

Man darf also gespannt sein, wer in Marburg aufschlägt und wo in den nächsten Jahren gespielt wird. (red)


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