Mayer und Kranz sprinten in Berlin aufs Podest

Ärgerlich: Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar wird im Finale des Indoor Meetings in Dortmund disqualifiziert.  Foto: Jan Hübner/Peters

Gemischte Gefühle beim Sprintteam Wetzlar. Während Lisa Mayer und Kevin Kranz in Berlin überzeugen, wird Michael Pohl in Dortmund wegen eines angeblichen Fehlstarts...

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WETZLAR. Beim ISTAF Indoor in Berlin haben mit Lisa Mayer und Kevin Kranz zwei Athleten des Sprintteams Wetzlar Ausrufezeichen gesetzt. Im 60-Meter-Finale der Frauen erwischte die aus Langgöns-Niederkleen stammende Lisa Mayer keinen guten Start, fing aber die Griechin Rafailia Spanoudáki-Hatziriga (7,27) noch ab und wurde in 7,26 Sekunden Zweite. Die Slowenin Maja Mihalinec-Zidar gewann in 7,23 Sekunden. Mayers Teamkollegin Rebekka Haase verzichtete nach leichten Fußproblemen auf einen Start im Vorlauf.

Bei den Männern stellte Arthur Cissé (Elfenbeinküste) seinen Landesrekord von 6,53 Sekunden ein. Als einziger DLV-Vertreter im Finale lief Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar, 6,62) trotz Beugerschmerzen als Dritter hinter Marcell Lamont Jacobs (Italien, 6,55) aufs Podium, war aber unzufrieden: "Der dritte Platz ist gut, die Zeit aber nicht. Ich werde von Wettkampf zu Wettkampf langsamer. Wir haben jetzt noch zwei Wochen bis zu den Deutschen Meisterschaften (20. und 21. Februar in Dortmund, Anm. d. Red.), da muss es schneller gehen."

Michael Pohl im Finale von Dortmund disqualifiziert

Unglücklicher Auftritt dagegen für Michael Pohl vom Sprintteam Wetzlar beim Indoor Meeting in Dortmund: Nach seinem Sieg im ersten Vorlauf in guten 6,68 Sekunden disqualifizierte die Jury den Deutschen Freiluft-Meister über 100 Meter von Berlin 2019 wegen eines angeblichen Fehlstarts, den der 31-Jährige selbst nicht bestätigen wollte: "Ich kann es mir nicht erklären, es war kein Fehlstart." Wie dem auch sei: Die 60 Meter gewann schließlich der Niederländer Joris van Gool (6,58) vor dem Griechen Zikos Konstantinos (6,64) und Yannik Wolf (LG München, 6,71).