Wiesecker Damen mit gutem Auftritt, aber etwas Pech

Mit am guten, aber erfolglosen Auftritt der Wieseckerinnen beteiligt: Christina Vogel.  Archivfoto: Ben

KC 87 beim Deutschen Meister Oberthal knapp an Wertungen vorbeigeschrammt. Meteor-Herren feiern in 2. Liga verspäteten, aber gelungenen Start.

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. giessen (red/rd). Zum Saisonauftakt in der Kegel-Bundesliga der Damen reiste das Team des KC 87 Wieseck ins saarländische Oberthal - gleich zum amtierenden Deutschen Meister.

KF Oberthal - KC 87 Wieseck 5127:4850 (48:30/3:0): Nachdem man im letzten Jahr nur hauchdünn den Punktgewinn verpasste, wollten es die Wieseckerinnen diesmal besser machen. Aber es war wie verhext - drei Spielerinnen fehlten eins, zwei beziehungsweise drei Holz zu den ersehnten 31 Wertungen. Im Anfangsblock gab Luisa Stark ihr Comeback, mit den erzielten 810/4 konnte sie durchaus zufrieden sein. Ihr zur Seite stand Christina Vogel (736/1), die zu keinem Zeitpunkt in die Neuner-Serie fand. Beide mussten sich letztendlich gegenüber 939/12 und 861/9 deutlich geschlagen geben.

Im Mittelblock sollten dann die ersten Wertungen gelingen. Während es Ann-Kristin Alexander (746/2) wie Christina Vogel erging, konnte ihre Schwester Sabrina Brill mit starken 859/8 ein erstes Zeichen setzen. Dies bedeutete die ersten beiden Wertungen, da die Gastgeberinnen mit 851/7 und 840/6 das Nachsehen hatten. Im letzten Wurf gelang Sabrina Brill dann "nur" eine Sieben. Bei einer Neun wären es bereits drei Wertungen gewesen.

Also hing es am Schlussblock in Person von Ramona Wilczek und Julia Weiser, die fehlenden Wertungen zu sichern. Beide kamen gut in die Partie und da Oberthals Akteurin nicht in die Spur fand, sah es nach drei Bahnen nach den notwendigen 31 Zählern aus. Auf der Schlussgasse entwickelte sich ein wahrer Krimi. Ramona Wilczek musste sich letztlich mit 837/5 fügen. Ihre Gegnerin (773/3) hatte sie zwar im Griff; aber ihr fehlten drei Hölzer für eine weitere Wertung. Julia Weiser gegen Bianca Mayer hieß das andere Duell, das die Saarländerin mit 863/11 zu 862/10 für sich entschied. Im letzten Jahr bereits den Punkt dicht vor Augen - und jetzt wieder - aber beide Male mussten die jungen Damen aus Wieseck ohne Zählbares die Heimreise antreten. Die Enttäuschung hielt aber nur kurz an, denn die Augen sind bereits auf das erste Heimspiel am kommenden Samstag (14 Uhr) gerichtet. Zu Gast ist das Team aus Herne. Ausgegebenes Ziel ist ein 3:0-Sieg.

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2. Bundesliga Herren: KSC Daun-Weiersbach - M 85 Mittelhessen 4967:4797 (45:33/2:1): Nach dem spielfreien ersten Wochenende startete die Spielgemeinschaft aus Alten-Buseck und Reiskirchen mit dem Gewinn des dritten Spielwertungspunktes beim Rheinland-Pfalz-Aufsteiger KSC Daun-Weiersbach erfolgreich in die Runde der 2. Bundesliga-Süd. Die Marschroute lautete, von Beginn an den Neuling unter Druck zu setzen. Dies gelang Martin Albach mit starken 830 Holz glänzend, während Thomas Becker (758) auf der diffizilen und Achter-anfälligen Anlage glücklos agierte. Jugendnationalspieler Dominik Werner (889) spielt wie schon in der Vorsaison zuhause "in einer anderen Liga" und markierte mit deutlichem Abstand die Tagesbestmarke. Trotz des Vorsprungs von 99 Holz war Düx (798) nicht ganz zufrieden.

Im Mittelblock lieferten sich der in Top-Form befindliche Alexander Lehnhausen (842) und Kai Bolte (811) mit Peter Werner (810) und Thönnes (823) nicht nur ein Duell auf Augenhöhe, sondern verkürzten den Rückstand sogar um 20 Holz. Die Mittelhessen hatten nun bereits acht Einzelwertungen von den angestrebten zehn auf der Habenseite.

Im Schlussblock startete Rolf Rohrbach (792) zunächst verhalten. Mit Kämpferherz spielte er zwar noch drei gute Bahnen, scheiterte aber ebenso wie Stefan Hormel (764) an den geforderten 798 aus dem Anfangsblock. Da aber die Eifeler Schlussoffensive mit Herres (827) und dem Luxemburger Wolter (820) ihrerseits die beiden Top-Zahlen der Mittelhessen auch nicht überspielen konnte, bedeuteten die 33 Punkte in der Zweitwertung den angestrebten und verdienten Teilerfolg für Meteor.

Am kommenden Samstag ist ab 13 Uhr die Saison-Heimpremiere für Meteor. Aufgrund der Corona-Auflagen des Deutschen Schere-Keglerbundes und der Behörden ist nur eine begrenzte Anzahl an Zuschauern zulässig. Mit dem Saarland-Meister Blauer Stern Überherrn wird im Bürgerhaus Reiskirchen ein alter Bekannter zu Gast sein. Meteor kann nach guter Vorbereitung personell aus dem Vollen schöpfen, sieht dem ersten Heimspiel zuversichtlich entgegen und strebt den ersten "Dreier" an.

Hessenliga Herren: KC 88 Wettenberg - SKC Waldbrunn-Hadamar 4833: 4975 (0:3/32:46): Unerwartet deutlich unterlag der KC 88 Wettenberg im ersten Heimspiel der Hessenliga dem designierten Titelfavoriten SKC Waldbrunn-Hadamar. Wettenberg musste an diesem Tag auf Christian Lenz verzichten und hatte durchaus mit einer spannenden Partie um die Gesamtholzzahl gegen das mit zwei Erstligaspielern verstärkte Team gerechnet, aber die Höhe der Niederlage überraschte dann doch. Anfangs vermochten sich die Hausherren mit Patrick Schnell (837/8) und Kai-Uwe Schnell (841/9) noch gegen Waldbrunns Ranglistensieger der Vorsaison, Janis Schmitt (834/7), und Tom Viertel (809/6) zu wehren. Und auch nach der ersten Bahn im zweiten Drittel sah es für Wettenberg nicht schlecht aus, als der Vorsprung mit zwei guten 200er-Bahnen der Heimspieler auf knapp 70 Hölzer anwuchs. Doch von da an kippte das Spiel. Während die Wettenberger Juniorenspieler Jan Anders (770/2) und Kai Göbler (784/3) mit ihrer Zahl nach drei weiteren Bahnen keineswegs zufrieden waren, drehte Waldbrunns Alexander Weis (840/9) an der Seite von Manfred Schmitt (765/1) die Partie. Der SKC führte mit 16 LP. Mit Blick auf die Aufstellungen im Schlussblock war dies bereits die Vorentscheidung. Gegen die beiden ehemaligen Erstligaspieler aufseiten der Gäste, Nico Klink (841/11) und besonders Neuzugang Alexander Düber (886/12), waren Wettenbergs Liberos Jörg Schnell (809/5) und Steven Groß (792/4) machtlos. "Mit 4975 LP lieferte der SKC eine tadellose Mannschaftsleistung im Wißmarer Bürgerhaus ab und wird in dieser Verfassung sicherlich nicht den letzten Auswärtserfolg gefeiert haben", resümierte Wettenbergs Sportwart Patrick Schnell.